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Döbeln Erst Frühstück, dann Theaterkost: Döbelner stürmen die Bürgerbühne
Region Döbeln Erst Frühstück, dann Theaterkost: Döbelner stürmen die Bürgerbühne
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14:15 09.09.2015
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Döbeln

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Ungewöhnliche Garderoben sind zu bestaunen und das Durchkommen zum Buffet gelingt kaum. Über all dem liegt ein satter Duft von Kaffee. Und nein, es handelt sich nicht um die Eröffnung eines neuen Café-Restaurants in Döbeln, sondern um das traditionelle Theaterfrühstück im Theater im Bürgerhaus zur Saisoneröffnung.

Vom Andrang überwältigt erklärt die Vorsitzende des Fördervereins "Freunde des Döbelner Theaters" Simone Simon am Sonnabendvormittag: "Ich freue mich über die zahlreichen Gäste. Unsere Vorbereitungen für das Theaterfrühstück haben sich gelohnt. Die Leute genießen es und das ist mir ein Herzensbedürfnis."

Rund 20 Mitglieder des 57-köpfigen Fördervereins kümmerten sich um das Buffet, buken Muffins, bereiteten Brotaufstriche selbst zu oder organisierten die Brötchen. "Da wir nicht wissen, mit wie vielen Besuchern wir rechnen können, ist das immer eine kleine Herausforderung und die bange Frage stellt sich: Reicht es?", so Simon weiter.

Die Chefin des Fördervereins kündigt an, das ab sofort Marvin Brettschneider das Junge Theater fortführen wird und mit dem nächsten Theaterball wie gewohnt im März kommenden Jahres zu rechnen ist. Ralf-Peter Schulze, Intendant der Mittelsächsischen Theater, betont: "Es haben sich beeindruckend viele Menschen eingefunden, um heute ein paar Einblicke in den aktuellen Spielplan zu bekommen. Die Veranstaltung ist ein schöner, traditioneller, mühevoller und charmanter Start in die neue Spielzeit."

Volles Haus herrschte auch schon vor einigen Tagen in der Begegnungsstätte der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt an der Döbelner Käthe-Kollwitz-Straße. Da es sich bei der ersten Premiere der neuen Spielzeit in Döbeln um das Schauspiel "Geisterfahrer" von Lutz Hübner handelt und in diesem die Geschichte einer geheimnisvollen Hausgemeinschaft erzählt wird, lag es nahe, die Soiree zum Stück in einem Mietertreff abzuhalten. Es geht um drei Paare, die in einem Haus leben. Eines von ihnen ist nach 15 Jahren Brasilien gerade erst in die alte Heimat zurückgekehrt und neu eingezogen. In die Wohnung von Jens, der bei einem Unfall ums Leben gekommen ist - besser: der sein Leben beendete (Geisterfahrer). Jens hatte eine Kneipe, er hatte sein Leben gerockt. Er war anders, als die anderen Bewohner, die Neo-Biedermeier. Halfen diese Jens, als er Schwierigkeiten hatte? Oder ist Jens deren "Leiche im Keller"?

Schauspieldirektorin Annett Wöhlert, Chefdramaturg Matthias Wolf und die Schauspieler Nancy Spiller, Franka Anne Kahl, Oliver Niemeier und Ralph Sählbrandt machten richtig neugierig auf das Schauspiel, das am Sonnabend, 19.30 Uhr, zum ersten Mal in Döbeln gezeigt wird. Die Besucher der Soiree fragten die Theaterleute Löcher in den Bauch und berichteten von eigenen Mieter-Erfahrungen. "Man muss von sich aus auf die Leute zugehen, sonst findet man keinen Anschluss. Wer sich abkapselt, der bleibt allein", weiß Ingetraud Anke. Margitta Klein fügt hinzu: "Am Anfang stutzt man über einen neuen Mieter. Doch über Kinder lässt sich gut Kontakt finden." © Kommentar

Aus der Döbelner Allgemeinen Zeitung vom 07.09.2015

Natasha Allner

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