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Döbeln "Es muss sich etwas ändern!"
Region Döbeln "Es muss sich etwas ändern!"
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21:04 04.12.2013
Heinz Zimmerling ärgert sich über die Höhe der Abdeckplatte der Pumpstation und die Ausmaße der Schaltanlage in seiner Einfahrt. Er wünscht eine befahrbare Abdeckung. Quelle: nga

Zimmerling zweifelt nicht an der Notwendigkeit, aber an den Abmessungen von Abdeckplatte und Schaltanlage.

Vorher habe es dort zwei Einläufe gegeben, die waren in das Pflaster am Rand seiner Einfahrt eingelassen und damit befahrbar, so schildert es Zimmerling, der seine Ein- und Ausfahrt nach eigenen Angaben mit drei bis vierachsigen Lastkraftwagen benutze. Da die Straße recht eng sei und der Ostrauer Nachbargrundstücke nicht touchieren will, fahre er rückwärts auf sein Grundstück. Dort seien vor zirka 14 Tagen die Bauarbeiten für die neue Pumpstation abgeschlossen worden, allerdings noch keine Bauabnahme erfolgt. Seitdem sind eine fast 15 Zentimeter hohe, massive Abdeckung der Pumpstation und ein Schaltschrank mit 1,75 Meter Breite und 1,55 Meter Höhe dazugekommen.

"Ich habe den früheren, wesentlich kleineren Schaltschrank schon umgefahren, jetzt habe ich es mit ganz anderen Hindernissen zu tun. Es muss sich etwas ändern", fordert der Grundstückseigentümer. Zimmerling sorge sich nicht nur um die Unversehrtheit seiner Fahrzeuge, sondern möchte auch der Anlage keinen Schaden zufügen. Darüber hinaus frage sich der Ostrauer, wer bei einem Sturz von Fußgängern oder Radfahrern die Haftung übernehme, weil sich die Anlage auf seinem Privatland befinde.

Sein ausdrücklicher Wunsch ist die Abänderung des Gebauten: "Ich zweifle nicht die Arbeit als solche an, gemacht werden muss das, aber nicht so. Schon eine befahrbare Abdeckung würde helfen und vielleicht kann der Schaltschrank nach hinten versetzt werden." Sollte man nicht zu einer Einigung kommen, behalte sich der Ostrauer vor, juristischen Beistand einzuholen. Die in Betrieb befindliche Pumpstation ist notwendig, um Abwasser in das Klärwerk Ostrau zu pumpen. Nach einem ersten, im Jahr 2000 geschlossenen Gestattungsvertrag mit dem AZV habe Heinz Zimmerling keinen neuen Vertrag, der die Baumaßnahme in diesem Jahr beinhalten sollte, unterschrieben. Mit einem Mitarbeiter der OEWA habe es diesbezüglich 2012 verbale Differenzen gegeben. "Ich wusste ja in etwa, was hier gemacht werden soll. Schon zu dieser Zeit hätte ich das lieber mit einem Anwalt festgezurrt und erklärt, dass ich nicht möchte, dass auf diese Art und Weise gebaut wird", erklärt Zimmerling. Dann seien die Bauarbeiten im Juli losgegangen. Hätte ich die Bauarbeiter denn vom Grundstück jagen sollen", fragt er resigniert und hofft auf eine Klärung.

Um diese will sich auch die OEWA, als Betriebsführer des AZV, bemühen. Niederlassungsleiter Frank Lessig in Döbeln erklärt auf Anfrage: "Einer solchen Kritik gehen wir selbstverständlich nach. Es ist in unserem Sinn, für beide Seiten annehmbare, pragmatische Lösungen zu finden." Dass außerhalb von Straßenflächen erhöhte Abdeckungen installiert werden, hat für Lessig mehrere Gründe: Dort rollt normalerweise kein Straßenverkehr und die Kontrollen oder Wartungsarbeiten, die in der Regel einmal wöchentlich oder aber aller 14 Tage erfolgen, sind einfacher durchzuführen, da die Abdeckung teilweise mit schwerem Gerät angehoben werden muss.

"Über eine befahrbare Abdeckung lässt sich wohl reden", erklärt Frank Lessig. Die Schaltanlage aber sei in ihren Abmessungen standardisiert, eine Versetzung müsste geprüft werden. Das würde gegebenenfalls auch die Neuverlegung und Verlängerung von Kabeln nach sich ziehen. "Veränderungen kommen aber nur in Frage, wenn uns die Argumente des Anwohners überzeugen", so der Döbelner OEWA-Niederlassungsleiter.

Natasha G. Allner

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