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„Es war ein gutes Jahr 2015“

Neujahrsempfang Roßwein „Es war ein gutes Jahr 2015“

Das alte Jahr war ein gutes, ja ein perfektes Jahr für Roßwein. Dieses positive Fazit zog Bürgermeister Veit Lindner beim Neujahrsempfang am Freitagabend im Rathaussaal. 360 Gäste waren gekommen, darunter auch der Landrat Matthias Damm (CDU).

Günter Zeugfang (2.v.l.) erhielt beim Neujahrsempfang im Rathaus die Roßweiner Ehrenmedaille.

Quelle: Sven Bartsch

Rosswein. Einen Neujahrsknaller beim Neujahrsempfang am Freitagabend zündete Bürgermeister Veit Lindner (parteilos): „Ein bekannter Krankenhaus-Eigentümer aus der Region hat die alte Post erworben. Nachdem uns ein früherer Investor lange hingehalten hat, wird nun das Gebäude wieder erstrahlen und zu einem Zentrum für Gesundheit.“ Kein Zweifel, dass es sich bei dem Käufer um den Döbelner Klinik-Chef und -Besitzer Ralf Lange handelt.

Rund 360 Gäste des Empfanges bekamen diese Neuigkeit aus erster Hand. Zum ersten Mal seit der Kreisreform 2008 war auch der Landrat Mittelsachsens unter ihnen. Matthias Damm (CDU) hatte trotz Schneegestöber den Weg angetreten, um mit den Roßweinern aufs neue Jahr anzustoßen.

Monika Lautenschläger und Günter Zeugfang erhielten für ihren ehrenamtlichen Einsatz in der Stadt die Roßweiner Ehrenmedaille. Sie – beim Empfang nicht anwesend – engagiert sich seit 20 Jahren als Vorsitzende der Volkssolidarität-Ortsgruppe. Er ist einer der Aktivsten beim Schul- und Heimatfest, hält die Kreuzplatz-Anwohner auf Trab, hat die alte Postuhr in Obhut und ist auch noch Wanderwegewart.

Das alte Jahr war für die Stadt „ein gutes, eigentlich perfektes Jahr“, zog Veit Lindner ein positives Fazit. Es war ein Sportjahr, zum Beispiel mit dem Landkreislauf, mit Sportfesten, mit dem Fußball-Auftritt Dynamo Dresdens und dem Sommercamp der Fußballschule von Real Madrid.

Es war das Schulfestjahr, in dem auch diesmal dem Spektakel eine „gewohnt pessimistische Grundhaltung der Bürger“ vorausging, um schließlich zum 44. Mal in einem außerordentlich gelungenem Fest zu münden, das laut Bürgermeister auch als das bislang heißeste Schulfest in die Geschichte eingeht – „wohl eine Folge des Klimawandels“.

Vor allem ein Bau-Jahr war 2015 für Roßwein. „Wir haben zehn Jahre gekämpft. Erst um den Erhalt, dann um die Sanierung“, verwies Lindner auf die für vier Millionen Euro komplett modernisierte Oberschule. Der Bürgermeister zählte weiter auf: den Sporthallenbau, den Weiterbau des Innenstadtrings mit Fertigstellung der Hermannstraße und der Oberen Weinbergstraße, die Sanierung der Straße zur B 175, die Erneuerung etlicher Brücken, den Bolzplatz am Lindenhof und den Erlebnis-Spielplatz an der Uferstraße.

Natürlich sei es ein Jahr des Flüchtlingszustroms gewesen, auch für Roßwein. „Doch was im Vorfeld von den Asylgegnern gehetzt und krakelt wurde, die chaotischen Zustände und Raubzüge, die prophezeit wurden, das alles ist nicht eingetreten. Es gab bisher bei uns keine nennenswerten Ausschreitungen. Zum Glück“, sagte Veit Lindner. „Wir wollen nichts beschönigen und nichts verheimlichen“, so der Bürgermeister. Es gebe Auseinandersetzungen, auch steigende Diebstahlraten in Discountern und kaputte Waschmaschinen. Und es mache vor allem zu schaffen, dass, was die Flüchtlingszahlen betrifft, kein Ende zu erkennen sei.

240 Flüchtlinge lebten jetzt in den dafür eingerichteten Gebäuden des ehemaligen Hochschulgeländes. Die wenigsten von ihnen würden wohl in Roßwein bleiben. Lindner: „Dabei steht es der Stadt gar nicht schlecht zu Gesicht, wenn sie etwas bunter ist und wenn sich die Überalterung verlangsamt.“

Von Olaf Büchel

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