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Döbeln Europa kann sich für Müllentsorgung in Mittelsachsen bewerben
Region Döbeln Europa kann sich für Müllentsorgung in Mittelsachsen bewerben
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23:00 11.10.2012
Quelle: Wolfgang Sens

Die unterschiedlichen Praktiken bei der Müllentsorgung im Landkreis Mittelsachsen, die momentan unterschiedliche Dienstleister in den Altkreisen übernehmen, werden ab 2014 vereinheitlicht. Die Entsorgungsverträge mit der Entsorgungsgesellschaft Döbeln und allen anderen jetzigen Auftragnehmern laufen Ende des nächsten Jahres aus. Mit dem neuen Abfallsystem sollen einheitliche Gebühren für Mittelsachsen gelten.

Alle Leistungen - von der Restabfallentsorgung über die Beseitigung des Sperrmülls und der Betrieb der Wertstoffhöfe - umfassen ein Leistungsvolumen von 31 Millionen Euro, weswegen eine europaweite Ausschreibung zur Vergabe verschiedener Lose erfolgen muss. Der Geschäftsführer der Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen GmbH, Jens Irmer, stellte dem Kreistag am Mittwoch ein Abfallwirtschaftskonzept vor, das im Gremium breite Zustimmung fand. SPD-Fraktionschef Axel Buschmann: "Da wurde sehr gute Arbeit geleistet". Landrat Volker Uhlig (CDU) stellte insbesondere die neuen Vergabekriterien heraus. Diese sollen garantieren, dass Aufträge nicht an Billiganbieter gehen, die den Zuschlag zu Lasten der Löhne über das günstigste Angebot erreichen wollen. Die Vergabekriterien in Europa richten sich stärker an tariflichen und sozialen Sachverhalten, nicht mehr ausschließlich an der Wirtschaftlichkeit des Angebotes aus. Das Abfallwirtschaftskonzept wird in fünf Lose und in territoriale Abschnitte geteilt. "Die Autobahn 4 ist dabei als Grenze zu verstehen, die die Entsorgungsgebiete in Nord (Altkreise Döbeln und Mittweida) und Süd (Altkreis Freiberg mit Hainichen und Frankenberg) aufteilt", verdeutlichte Irmer.

Wichtigste Änderung im neuen Entsorgungssystem wird der mit 13 Millionen Euro Leistungsvolumen teuerste Posten sein, zu dem auch die Sperrmüllentsorgung gehört. Diese soll nicht mehr über Straßensammlungen erfolgen.

Th. Lieb

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