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Döbeln Experiment geglückt: Pestalozzi-Oberschule testet Tag der offenen Tür mitten in der Woche
Region Döbeln Experiment geglückt: Pestalozzi-Oberschule testet Tag der offenen Tür mitten in der Woche
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05:29 02.03.2018
Immer den freundlichen Gesichtern mit gelben Kärtchen nach: Die Oberschüler selbst lotsten die Besucher durch ihr Schulhaus. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Hartha

„Das ist mein ältestes Spielzeug“, verkündete Jutta Schwarz, „meine Blitz-und-Donner-Maschine.“ Der neunjährige Till, der ihr dabei zusah, wie sie mit der Kurbel den Bandgenerator auf Touren brachte, wirkte vorsichtig. Doch am Ende konnte auch er nicht widerstehen, wollte sehen, wie die elektrische Energie sich entlud.

Tag der offenen Tür weicht auf Nachmittag und Abend

Schwarz ist Mathe- und Physiklehrerin an der Pestalozzi-Oberschule in Hartha. Drittklässler Till ist erst im nächsten Jahr das eigentliche Ziel des Nachmittags und Abends der offenen Tür, den die Oberschule am Mittwoch veranstaltete. „Unser Großer geht hier in die achte Klasse. Wir sind sehr zufrieden mit der Schule“, sagte Tills Mutter, Mandy Hausmann. Auch der jüngere Sohn soll später die Oberschule besuchen. Sie leben in Hartha, da wäre es unnötig, wenn er nach Waldheim wechseln würde.

Geglücktes Experiment gegen Stress

Wie der Versuchsaufbau im Physikraum ist auch das Datum, an dem sich die Schule öffnete, ein kleines Experiment: Der Tag der offenen Tür der Schule wurde zum ersten Mal auf die Nachmittags- und Abendstunden in der Wochenmitte verlegt. „Für uns ist das ein Test: Aber weil seit dem vergangenen Jahr die Bildungsempfehlungen am Mittwoch ausgegeben werden, wollten wir etwas Stress rausnehmen“, erklärt Schulleiterin Kerstin Wilde.

Kein Terminkonflikt mit anderen Schulen

Im Vorjahr seien viele Eltern schon am Mittwoch in der Schule gewesen, um ihr Kind anzumelden. Sie mussten auf den Sonnabend vertröstet werden, um sich näher im Schulhaus umzusehen. Hinzu kommt, dass sich an diesem Sonnabend viele Schulen öffnen, das führe zu Terminstress für Eltern und Kinder. Für den neuen Ansatz ihrer Schule habe sie im Laufe des Mittwochsabends viele positive Rückmeldungen erhalten: „Bis 19 Uhr ist eine gute Zeit – auch für die Kinder“, sagt sie.

Bartagame Olli ist der heimliche Star im Schulzoo der Pestalozzi-Oberschule. Quelle: Manuel Niemann

Oberschüler lotsen durch’s Schulhaus

Weniger Stress für Eltern und Kinder auch im Schulhaus: Sie konnten sich direkt mit den Oberschülern auf Tour begeben und entdecken, was in den Fach- und Klassenräumen auf sie wartete: Essig-Backpulver-Explosionen bei Chemie-Lehrer Uwe Rudolph, surrende Elektromodelle aus dem Ganztagesangebot von Lutz Dämmig oder auch Bartagame Olli, die aus ihrem Terrarium im Schulzoo lugte.

Guter Start trotz kleinerer Schwierigkeiten

Dabei lotsten sie auch die Jüngsten wie Jeremy Jäschke und Marcus Hansen aus der 5a: Beide 11 Jahre alt und gerade mal ein halbes Jahr da. Jeremy, der aus Wendishain kommt, erinnert sich noch gut an seinen Start: „Die ersten Tage waren nervig, weil die anderen mich geärgert haben.“ Das sei vorbei und jetzt habe er Spaß: „Bis heute“, sagte er.

Showeinlagen von den Schülern

Auch die anderen Oberschüler rückten ihre Penne in ein freundliches Licht, indem sie für Unterhaltung sorgten: So wurde gesungen und musiziert, Sketche aufgeführt, die Little Diamonds tanzten und anschließend wurde getrommelt.

Von Manuel Niemann

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