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Fahrrad-Stadt Döbeln

Fahrrad-Stadt Döbeln

Die Stadt Döbeln will fahrradfreundlicher werden. Das geht aus einem Entwurf für ein städtisches Radverkehrskonzept hervor. Streckenabschnitte bestehender Radwege sollen asphaltiert, neue Parkmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen und zahlreiche neue Schilder angebracht werden.

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Mit dem Fahrrad nach Döbeln, auf asphaltierten Wegen. Das neue Radverkehrskonzept der Stadt sieht umfangreiche Verbesserungen für Radler vor. Doch ob die Pläne wirklich umgesetzt werden, darf angesichts klammer Kassen bezweifelt werden.

Döbeln. Entschieden wird erst, wenn die Finanzierung geklärt ist. Das könnte in Döbeln zum Problem werden. Im Jahr 2011 investierte die Stadt etwa 3000 Euro für Rad- und Wanderwege. Dabei müsste Döbeln mehr als 160 000 Euro jährlich allein für den Radverkehr bereithalten. So will es zumindest der Entwurf des nationalen Radverkehrsplans 2020 des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Realistisch ist das für die Muldenstadt mit ihren klammen Kassen nicht. Nun ist zumindest das Konzept fertig, wie der Radverkehr verbessert werden könnte. Es soll dem Stadtrat noch in diesem Jahr zur Abstimmung vorgelegt werden. Die DAZ erklärt, welche Maßnahmen der bisherige Entwurf vorsieht.

Beschilderung der Innenstadt

Die Beschilderung der Innenstadt steht ganz oben auf der Wunschliste des Stadtplanamtes. Für das neue Radverkehrskonzept wurde geprüft, welche innerstädtischen Routen für Fahrradfahrer besonders wichtig sind. Das Planungsamt schlägt eine Beschilderung für Radler vor, die dadurch sicherer zu ihren Zielen in der Stadt gelangen können. So sollen vor allem Kultureinrichtungen und alltägliche Anlaufpunkte ausgewiesen werden. Die Kosten dafür sind mit 35 000 Euro veranschlagt. Die Beschilderung soll Radlern zu Gute kommen, die täglich mit dem Drahtesel unterwegs sind.

Parkmöglichkeiten für Fahrräder

Bisher stehen Fahrradfahrern in der Döbelner Innenstadt 276 Abstellmöglichkeiten für ihre Zweiräder zur Verfügung. Neu hinzukommen sollen spezielle Fahrradboxen, die vor allem für Touristen gedacht sind. In diese kleinen Garagen aus Kunststoff passen bis zu zwei Fahrräder plus Gepäck. Die Mini-Garagen sind verschließbar und sollen vor Vandalismus und Wetter schützen.

Mulderadweg

Die Asphaltierung einiger Abschnitte des Mulderadweges ist nötig, weil der Radweg immer wieder überschwemmt wird und dadurch hohe Reparaturkosten entstehen. Eine Asphaltdecke ist unempfindlicher. Der gut 100 Kilometer lange Weg führt von Dessau die Mulde entlang und teilt sich nördlich von Colditz in zwei Stränge auf: einer führt nach Zwickau, der andere über Döbeln nach Freiberg. Das neue Döbelner Radverkehrskonzept sieht die Asphaltierung von drei Streckenabschnitten vor: erstens vom Wehr Greußnig einen Kilometer bis zum Wirtschaftsweg Matthes, zweitens knapp 500 Meter von der Brücke Bielebach bis zur Mühle Sörmitz und drittens vom Rosinenberg 500 Meter bis zu den Bischofswiesen. Die Kosten: etwa 200 000 Euro für alle drei Abschnitte.

Zschopautalradweg

Der Zschopautalradweg beginnt in Technitz. Eine Route für Radler verläuft von dort über Schweta nach Limmritz. Dabei ist die Überquerung der B175 für Radfahrer problematisch, weil keine Radfahrer-Überwege vorhanden sind. "Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr Zschopau plant an dieser Stelle einen Kreisverkehr mit gemeinsamen Geh-Rad-Wegen. Das Planfeststellungsverfahren läuft bereits", erklärt die Döbelner Planungsamtsmitarbeiterin Maja Köhler. Im Radverkehrskonzept wird auch die noch fehlende Beschilderung des Zschopautalradweges angemahnt.

 

 

-Kommentar Seite 11

Stefan Hantzschmann

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