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Familie Fichtner aus Döbeln ist Dauerteilnehmer beim Sachsen-Dreier

Döbelner Frühlingswanderung Familie Fichtner aus Döbeln ist Dauerteilnehmer beim Sachsen-Dreier

Über 3000 Wanderer nehmen jährlich bei der Döbelner Frühlingswanderung teil. Fast ununterbrochen wanderten auch Reinhard und Beate Fichtner aus Döbeln mit. Die Eheleute erinnern sich zurück – an nasse Füße und Schüttelfrost und erklären, warum der Sachsen-Dreier für sie jedes Jahr etwas ganz besonderes ist.

3838 Wanderer nahmen im vergangenen Jahr beim Sachsen-Dreier teil. Seit Jahren wächst die Teilnehmerzahl, gewinnt immer mehr Anhänger.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. 26 Mal lief Beate Fichtner schon beim Sachsen-Dreier, der Döbelner Frühlingswanderung, mit. Ihr Mann Reinhard schafft es rückblickend sogar auf 28 Mal. Die Döbelner sind als Dauerteilnehmer eine feste Größe beim Sachsen-Dreier. Sogar die allererste Frühlingswanderung liefen die beiden mit.

„Ich hatte davon in der Zeitung gelesen, also sind wir zum Roßweiner Bahnhof gelaufen und haben uns angemeldet“, erinnert sich der 70-jährige Reinhard Fichtner. Weil er beruflich viel mit dem Auto unterwegs ist, sucht er einen Ausgleich zum vielen Sitzen. „Das Wandern hat mir gleich zugesagt.“ Seine Frau Beate lief mit, fehlte nur, wenn sie berufsbedingt im Einsatz war. Seit der ersten Wanderung hat das Phänomen „Sachsen-Dreier“ die Fichtners in seinen Bann gezogen. „Jetzt gehört es für uns jedes Jahr ganz selbstverständlich dazu“, weiß Beate Fichtner. Die 64-Jährige und ihr Mann laufen selten allein, sind meistens mit Freunden und Bekannten unterwegs. Beate Fichtner: „Da trifft man ständig Leute, die man kennt und mit denen man kurz quatschen kann.“

Ehepaar wandert zwischen 25 und 30 Kilometer

Nach und nach steigerten sich die Fichtners. Liefen sie anfangs noch kleinere Strecken, sind es mittlerweile Strecken zwischen 25 und 30 Kilometer. „Für dieses Jahr haben wir uns die 30-Kilometer-Strecke ab Döbeln rausgesucht“, verrät Reinhard Fichtner. Die beiden Döbelner wissen: Eine Wanderung mitzumachen, die über eine so lange Strecke verläuft, sollte nicht ohne weiteres in Angriff genommen werden. „Da haben wir schon manche gesehen, die Blasen an den Füßen hatten oder irgendwann nicht mehr konnten“, erinnern sich die Fichtners. Deswegen veranstaltet das Ehepaar seinen ganz persönlichen Vor-Sachsen-Dreier. „Ein, zwei Wochen vorher laufen wir schon mal eine etwa zehn Kilometer lange Strecke, um nicht völlig unvorbereitet zu sein“, weiß Reinhard Fichtner.

Der Reiz der Döbelner Frühlingswanderung ließ auch nach vielen Jahren nicht nach. „Es ist so schön familiär. Und alles läuft ohne Druck. Wenn man mal nicht kann, macht man eben eine Pause. Die gute Organisation ist auch etwas besonderes“, erklärt Beate Fichtner, warum sie immer wieder dabei sind. „Vor vielen Jahren, noch zu DDR-Zeiten, sind wir mit unseren Kindern mitgelaufen. Meistens war das Wetter schlecht, es hat geregnet. Zuhause angekommen haben wir uns alle mit Schüttelfrost in die Badewanne gelegt.“ Trotzdem haben sie, ihr Mann und die Kinder nie den Spaß am Sachsen-Dreier verloren – bis heute nicht, und mittlerweile sind auch die Enkel mit dabei. Fragt man die erfahrenen Wanderer, was man auf keinen Fall vergessen sollte, wenn man beim Sachsen-Dreier dabei sein will, ist die Antwort deutlich: „Die richtigen Schuhe. Das ist das A und O“, sind sich beide einig. Dabei erinnert sich das Ehepaar an die eigenen Anfänge, als noch mit DDR-Wanderschuhen gestartet wurde. „In Wildleder. Das war ziemlich oft ziemlich nass.“

Viele junge Leute beim Sachsen-Dreier dabei

Immer wieder treffen die Döbelner auf junge Wanderer. Auch das ist ein besonderes Merkmal für die beliebte Frühlingswanderung. „Da ist wirklich jeder begeistert davon. Und genau das ist so toll am Sachsen-Dreier. Man merkt, dass die Veranstalter nicht auf Profit aus sind. Es ist eben eher familiär statt kommerziell“, lobt Reinhard Fichtner. Eine kleine eigenen Tradition verbinden die Döbelner auch mit dem Sachsen-Dreier: Nach der Wanderung trifft sich das Ehepaar mit der Gruppe noch auf eine gemütliche Runde im eigenen Hof.

Von Stephanie Jankowski

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