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Familienfeste in Döbeln, Meinsberg und Roßwein locken viele Menschen an

Neue Traditionen, alte Gemeinschaft Familienfeste in Döbeln, Meinsberg und Roßwein locken viele Menschen an

Das Wochenende in der Region Döbeln stand ganz im Zeichen von Familie und Sport im Ort: In Meinsberg, Roßwein und Döbeln gab es Feste mit außergewöhnlichen Wettbewerben und viel Zeit für Gespräche mit den Nachbarn. Alte Traditionen werden damit wiederbelebt und die Gemeinschaft gestärkt.

Die Teilnehmer des Volleyballturniers in Meinsberg.

Quelle: Jörg Schreiber

Döbeln/Rosswein/Meinsberg. T

Begegnung vor der Haustür, zusammenrücken, „etwas losmachen für die Leute“, wie es Roßweins SPD-Stadtrat Uwe Hachmann nannte. „Die Bevölkerung will ihre Traditionen wieder haben“, meinte er. Vor drei Jahren hat Roßwein das einst traditionelle Stadtsportfest wieder belebt – mit wachsendem Erfolg. Scharen von Kindern und Eltern bevölkerten schon am Sonnabendvormittag das Roßweiner Stadion. „Das ist das erste Mal, dass wir schon am Sonnabendfrüh die Kinderläufe machen. Entstanden ist die Idee durch den Landkreislauf, den wir hier veranstaltet haben mit dem Wuhling der ganzen Kinder“, sagt Peter Krause, ebenfalls Roßweiner Stadtrat (Die Linke) und einer der Mitorganisatoren, der sich darum gekümmert hat, dass jedes Kind Medaillen oder Pokale gewinnt.

Doch der Spaß kam auch bei den Großen nicht zu kurz. „Es wurde gerade entschieden, dass ich noch mit Volleyball spielen muss. Die Männer spielen nachher noch Fußball und überhaupt machen wir immer gern alles mit“, erzählte Martina Starke lachend. Die beiden Söhne der Roßweinerin hatten ihre Läufe schon hinter sich. Später standen für die Familie Spaßwettkämpfe im Sektkorken-Zielwurf, Bobbycar-Geschicklichkeitsfahren und Handtuch-über-die-Leine-Werfen an. „Es ist gut, sehr gut, dass man das Fest wieder eingeführt hat. Die Kinder werden dadurch gefördert“, lobte sie.

So ähnlich sehen das die Eltern auch in Meinsberg. Der beschauliche Ort oberhalb Waldheims verfügt über einen starken Dorfclub, der nun schon im 18. Jahr das Meinsberger Open Air und den Familienaktionstag organisierte. Raik Schade ist mit Frau und kleiner Tochter erst vor eineinhalb Jahren vom lauten Waldheimer Obermarkt ins ruhige Dorf gezogen – und fühlt sich schon voll integriert. „Der Dorfclub organisiert wirklich viel. Wir nutzen das Fest um uns hier zu treffen. Das ist toll, dass es angeboten wird direkt vor der Haustür“, sagt er.

Für Ulrike Worbs-Reichenbach vom Dorfclub sind Beispiele wie Familie Schade der Idealfall für Meinsberg. „Wir sind mit dem Ziel angetreten, die Dorfgemeinschaft zusammenwachsen zu lassen. Nach der Wende hat jeder sein Süppchen gekocht, es gab keinen Gasthof mehr. Jetzt ziehen wieder junge Familien her“, freute sie sich.

Und die bekamen am Freitagabend auf der vor 18 Jahren selbst gebauten Bühne fünf knackige, junge Bands zu sehen. Und trotz der kurzen Nacht standen um 10 Uhr schon wieder fünf Volleyballteams auf dem Spielfeld, um sich um den Spaßpokal zu messen. Der Famulus-Traktor von Thomas Münch wiederum lockte rund 20 Kinder zum Traktorziehen ans Seil, die sich alle Mühe gaben gegen das DDR-Fabrikat.

Zum ersten Sport- und Familientag hatte der Kraftsport- und Fitnessverein Döbeln gemeinsam mit der Firma ML Sports für Sonntag in die Döbelner Klostergärten eingeladen. „Ringsum wird in Sachen Sport so einiges für Familien getan. Da wollen wir in Döbeln nicht nachstehen“, sagte Martin Leimner als einer der Mitveranstalter. Bei den vielen Angeboten für Groß und Klein stand der Stiefel im Mittelpunkt, ganz wie es sich für eine Stiefelstadt gehört. So konnten die Teilnehmer einen Crosslauf in Stiefeln absolvieren, beim Weitwurf den Gummischuh so weit schleudern, wie es geht oder sich auf eine geführte Stiefelwanderung durch die Stadt begeben. Beim Weitwurf glänzte Florian Baum (12), der den Stiefel 19 Meter weit beförderte und damit sogar seinen Vater in den Schatten stellte.

 

Von Sebastian Fink & Olaf Büchel

Döbeln 51.1229322 13.1167196
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