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Familienpaten verschenken Zeit und ungeteilte Aufmerksamkeit

Familienpaten verschenken Zeit und ungeteilte Aufmerksamkeit

Sie wollen Kindern und ihren Familien Zeit schenken. Beruflich stark eingebundenen Eltern helfen, sie zu entlasten. Darauf freuen sich die sieben ehrenamtlichen Familienpaten, die in der vergangenen Woche in der Begegnungsstätte der Wohnungsgenossenschaft "Fortschritt" in Döbeln ihre Basisschulung erhalten haben.

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Spielideen für alle Altersgruppen oder die richtige Kommunikation waren unter anderem Themen der Basisschulung der Familienpaten in Döbeln.

Quelle: Thomas Sparrer

Eine Woche lang haben die sechs Frauen und ein junger Mann Erste Hilfe am Kind, Möglichkeiten spielerischer Förderung sowie Kommunikation und Gesprächsführung gepaukt und viele praktische Beispiele zum Thema liebevoll-konsequente Erziehung sowie Anregungen für Spiele und Basteleien mitgenommen.

"Familienpaten sind ehrenamtlich arbeitende Frauen und Männer, die sich Zeit nehmen für Kinder, die Familien in speziellen Lebenslagen unterstützen, die Familien entlasten und wertvolle Impulse geben", beschreibt Ulrike Worbs-Reichenbach von der Abteilung Jugend und Familie beim Landratsamt Mittelsachsen das Projekt. Und sie stellt klar: "Man muss kein Problem haben, um Familienpaten nutzen zu können. Es ist ein Angebot für ganz normale Familien."

Oft fehlten den Eltern die familiären Strukturen in der näheren Umgebung. Die Großeltern sind weit weg. Ein Elternabend steht an, jemand ist krank. Es wird eine Bezugsperson gebraucht, die mal aufs Kind aufpasst oder aber einfach mal mitspielt, zuhört, sich mit beschäftigt. Ulrike Worbs-Reichenbach nennt die Familienpaten "eine andere Form der Nachbarschaftshilfe". Die Zeit können sich die Paten selbst einteilen. Zwei bis sechs Stunden pro Woche sind eine kleine Richtschnur. Denn es soll ein Ehrenamt bleiben.

Die Motive der Familienpaten, welche eine Woche lang vom Netzwerk präventiver Kinderschutz und Frühe Hilfen geschult wurden, sind ganz unterschiedlich. Kathrin Höfer aus Döbeln etwa ist selbst eine junge Mutter mit zwei Kindern und suchte passend zu ihrem Studium im psychologischen Bereich ein Praktikum. "Da bin ich auf die Familienpaten gestoßen und dachte, das ist es", sagt die 27-Jährige. Sie möchte Erfahrungen sammeln und eigene Erfahrungen weitergeben. Reingard Pritsche aus Döbeln hat durch einen Aufruf in der Zeitung von den Familienpaten gehört. "Nach dem Berufsleben habe ich eine neue Herausforderung gesucht", sagt die 60-Jährige. Ihre Erfahrungen als Mutter zweier erwachsener Kinder bringt sie jetzt als Familienpatin und Ersatz-Oma in einer Familie mit vier Kindern ein. Ähnlich geht es Kursteilnehmerin Marion Eidam (59) aus Claußnitz: "Ich bin jetzt im Oma-Alter und die erwachsenen Söhne machen in Sachen Elternschaft keine Anstalten. So habe ich über das Projekt in Mittweida eine Patenfamilie vermittelt bekommen. Das ist auch ein schöner Ausgleich für mich zur Pflege meiner Mutter", erzählt sie.

"Wir führen mit den ehrenamtlichen Familienpaten ein ausführliches Gespräch, unterstützen, schulen und begleiten sie bei ihrer Arbeit fachlich. Im Rahmen einer Ehrenamtsvereinbarung sind sie auch über uns versichert", so Ulrike Worbs-Reichenbach über das von der Bundesinitiative "Frühe Hilfen" des Bundesfamilienministeriums geförderte Projekt. Die Familienpaten sind nicht für den Einsatz in problematischen oder Brennpunktfamilien gedacht. Um diese kümmern sich ausgebildete Fachkräfte. Die Paten kann jede Familie auf eigenen Wunsch in Anspruch nehmen.

Aus der Döbelner Allgemeinen Zeitung vom 09.09.2015

Thomas Sparrer

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