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Döbeln Farbenfroher Nachmittag in Hartha: Die Villa Kunterbunt färbt ab
Region Döbeln Farbenfroher Nachmittag in Hartha: Die Villa Kunterbunt färbt ab
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00:34 26.03.2018
Mit ein wenig Geschick, etwas gerafftem Heu und festgezurrten Draht konnten die Kinder mit ihren Eltern Osternester basteln. Quelle: Foto: Manuel Niemann
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Hartha

Es riecht nach frisch gebackenen Waffeln, die siebenjährige Marie, fragt den Reporter selbstbewusst, wer er denn sei, während andere Kinderfuße von oben nach unten durch die Etagen der Villa Kunterbunt tippeln. Die Villa gehörte einst einem Textilfabrikanten. Heute trägt sie den Namen des Hauses, in dem die Kinderbuchheldin von Astrid Lindgren lebt, und ist für 82 Krippen-, Kindergarten- und Hortkinder ein wichtiger Bezugsort.

Ostercafé und Bastelnachmittag für die Familien

Immer vor Ostern öffnen sich wie am Donnerstag ihre Türen für Eltern, Großeltern, Geschwister und Gäste.„Das Ostercafé machen wir jedes Jahr“, erzählt Silvia Schalm, die Leiterin der Einrichtung, während sie Experimente für den Nachmittag vorbereitet. „Das Osterbasteln baut auch Beziehungen zu den Familien auf, Eltern haben Kuchen gebacken und viele Familien genießen es, mit ihren Kindern noch einmal das Haus zu gehen.“

Viele Möglichkeiten sich auszuprobieren

Dort gibt es nicht nur Kekse und Waffeln, sondern auch einiges zu entdecken und auszuprobieren: Die „Minimäuse“ basteln Ostereier aus Papier, anderorts wird Wolle verarbeitet oder Heu zu kleinen Osternestern gerafft. Oben unterm Dach warten Eier, die die Kinder in den Vortagen gestaltet haben, auf ihre Versteigerung.

Experimente unter’m Villadach

Daneben laden Experimente zum Mitmachen ein. Im Eingangsbereich informieren Schwierigkeitsgrade, was für wen geeignet ist. Die Skala reicht von leichten, mittelschweren bis zu Aktivitäten, für die die Kinder Hilfe von Erwachsenen brauchen. Selina (8), Marie und Isabella (6) etwa tauchen ausgeblasene Eier in Wasser. Darin haben sie mit einer Pipette Farben getropft. Die lösen sich nicht auf und bilden nun bunte Schlieren an der Ei-Oberfläche.

Erleben der Kinder steht im Mittelpunkt

Das Experimentieren gehört zum Konzept der von der Arbeiterwohlfahrt getragenen Kita, verrät Schalm. Diese verfährt nach dem Vorbild der Reggio-Pädagogik. Ein Erziehungsansatz, der in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia entwickelt wurde. Er stellt die Kinder mit ihrem Erleben in den Mittelpunkt, macht sie zu Forschern. Er traut ihnen Freiräume zu und lässt sie ihr Aufwachsen aktiv mitgestalten.

Räume bieten Erfahrung und Herausforderung

„Jeder Tag ist Veränderung“, erläutert Schalm. Es sei ein offeneres Arbeiten, das Themen zu dem entwickle, was die Kinder aktuelle beschäftige. Dazu gehöre auch die sinnliche Raumerfahrung: Der Raum wird ein „dritter Erzieher“, der Regeln durch Fotos sichtbar mache oder Herausforderungen bereitstellt, an denen sich die Kinder ausprobieren können.

Von Manuel Niemann

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