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Döbeln Faschingsauftakt in Region Döbeln
Region Döbeln Faschingsauftakt in Region Döbeln
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23:35 11.11.2012

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Petrus hatte kein Einsehen und schickte pünktlich zum Auftakt der fünften Jahreszeit um 11.11 Uhr Regengüsse wie aus Kannen. Da hatten die Spindelfaschingsfreunde schon eine halbe Stunde Fußmarsch weg und waren trotzdem noch bei bester Laune. Die Funkengarde war wegen des Regens nicht nur in blau-weißen Kostümen, sondern mit gleichfarbigen Schirmen unterwegs. Unterstützt wurde der SFC beim Saisonauftakt vom Reinsdorfer Karnevalsclub und vom Jugendclub Greifendorf.

"40 Jahre, welch ein Glück - wir drehen heut' die Zeit zurück", verkündete Präsident Uwe Kuhnert das Motto der beginnenden Jubiläums-Saison auf der Bühne auf dem Obermarkt. Zuvor musste Bürgermeister Steffen Blech den Rathausschlüssel herausrücken. Beim Anblick des Geschützes, das die Vereins-Kanoniere Lutz Biber, Andreas Horn und Hans-Werner Schmid immer mal wieder mit lautem Knall abfeuerten, ließ sich das Stadtoberhaupt auch gar nicht lange bitten.

Nach einer närrischen und erfolgreichen 44. Saison startete der Kriebe- thaler Faschingsclub (KFC) in die halbrunde 45. "Bei uns ist immer was los, egal ob Jubiläum oder nicht", verkündete Präsident Ronald Pöge. Das Motto verriet er aber noch nicht. Bis zur großen Party am Sonnabend im Kulturhaus ist das noch Geheimsache. Den Auftakt der fünften Jahreszeit feierten die Kriebethaler gestern in der Turnhalle, wo Bürgermeister Christoph Merker auch den Schlüssel übergab sowie ein paar weiche (aus Schokolade) und harte (echte) Euros locker machte. Eine Bitte hatte Merker noch: "Liebe Narren, vielleicht schafft ihr es ja mit eurem Charme, dass die Kleinbahner die Rauschenthaler Fußgängerbrücke wieder öffnen."

Närrische Kritik an kommunaler Verkehrspolitik musste sich der Zschaitz-Ottewiger Bürgermeister Immo Barkawitz gefallen lassen. "Die Straßen sind schlecht, aber am Feuerwehrplatz stehen neue Poller und die alten Weiber kommen deshalb nicht mehr zum Verkaufswagen", sagte Harald Beil, Büttenredner beim Zschaitzer Faschingsclub. Immo Barkawitz begrüßte die Narren kernig-deftig-scherzhaft: "Schert Euch fort!" Aber schließlich rückte er den Rathausschlüssel doch 'raus und übergab seinen Narren auch eine klappernde Geldkassette. Die Geräusche machte eine Handvoll Walnüsse. "Da könnt Ihr harte Nüsse knacken", so der Bürgermeister. Auf gewisse Weise hat auch das Motto der Zschaitzer Faschingsfreunde mit kommunaler Verkehrspolitik zu tun: "Auf neue Art und Weise gehen wir im Zschaitzer Märchenwald auf Reise", verkündet Vereinschefin Ina Plato.

In die kommunale Verkehrspolitik mischten sich die Närrinen und Narren vom Schrebitzer Carnevalsclub gleich körperlich ein, tanzten sie doch auf der Straße vor dem Ostrauer Rathaus. Passend zum Tanz das aktuelle Saisonmotto: "Berühmte Paare dieser Welt, wie es dem SCC gefällt." Dabei hatten die Schrebitzer Karnevalisten eine lange Nacht hinter sich: "Wir haben erstmals 'reingefeiert, einige von uns kamen erst morgens um drei ins Bett", so Peggy Dietrich-Lohse, Vereinsvorsitzende des SCC.

O. Büchel/ D. Wurzel

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