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Döbeln Fassade ist toll, jetzt sollLeben dahinter einziehen
Region Döbeln Fassade ist toll, jetzt sollLeben dahinter einziehen
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14:22 13.05.2016
Quelle: Olaf Büchel
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Rosswein

Selbst die Gerüstbauer Danilo Scheibel und Andreas Kutzke waren überrascht. Sie hatten das Gerüst für die Dachsanierung des Rheinischen Hofes vor einigen Wochen aufgestellt und das Gebäude seit dem nicht wieder gesehen. „Es sieht jetzt wirklich gut aus. Damit hatte ich gar nicht gerechnet“, sagte Danilo Scheibel. Tatsächlich hatte die Stadt in Absprache mit dem Denkmalamt recht kurzfristig entschieden, das aufgestellte Gerüst auch gleich dafür zu nutzen, die bislang graue Fassade des ehemaligen Hotels wieder erstrahlen zu lassen.

Jetzt ist das Haus nicht wiederzuerkennen – ein warmer Sandton auf den Wandflächen, porphyrfarbene Fenster-Gewände und die Fensterrahmen in kieselgrau. „Mir gefällt die Fassadengestaltung gut. Jetzt wäre es angebracht, wenn auch mit dem Haus daneben etwas passiert“, sagt Heidrun Burdack und spricht damit das östlich angrenzende Gebäude, dass alles andere als ein Blickfang ist. Altersgerechten Wohnraum im Rheinischen Hof zu schaffen, so wie es die Stadtverwaltung gern möchte, findet Burdack eine gute Idee: „Da gibt es noch nicht viele Angebote in der Stadt.“ Stadtrat Erwin Weist, der ebenfalls zufrieden mit dem ersten Sanierungsschritt ist, würde es sehr begrüßen, wenn ins Erdgeschoss des Rheinischen Hofes Einzelhandel einziehen könnte. „Ein Lebensmittelgeschäft oder ein Drogeriemarkt wären nicht schlecht. Gerade für die älteren Bewohner im Zentrum.“ Doch Weist weiß auch, dass es schwer ist, solche Mieter zu finden. „Wer soll das machen. Die wollen alle eine größere Verkaufsfläche haben.“

André Meyer, der Vorarbeiter der Baufirma, die mit den Sicherungsarbeiten im Rheinischen Hof beauftragt ist, erklärt, dass dieser erste Bauabschnitt nun bald abgeschlossen ist. „Wir wechseln noch ein paar Balken aus, dann sind wir fertig.“ Dach und Fassade gefallen Meyer ebenfalls. Doch der junge Mann hat einen Tipp, wie es mit einfachen Mitteln noch besser aussehen könnte: „Fenster an der Vorderfront müssten noch geputzt werden. Schmucke Farben, aber verstaubte Scheiben, das sieht albern aus.“

Apothekerin Andrea Bachmann aus dem Nachbarhaus auf der anderen Seite, ist froh, dass die Stadt den Rheinischen Hof gekauft hat und sich kümmert. „Vor der Dachsanierung sind alte Ziegel bei uns in den Hinterhof gefallen. Das war nicht ungefährlich. Jetzt ist endlich Sicherheit hergestellt, das Haus optisch aufgewertet und wir haben einen richtigen Ansprechpartner“, sagt Bachmann. Sowohl Geschäfte als auch altersgerechten Wohnraum sieht sie als künftige Nutzung für den Rheinischen Hof. Die Apothekerin: „Was sich mir allerdings nicht erschließt, ist, dass das Hinterhaus des Grundstückes nicht gleich mit abgerissen wurde. Das behindert doch nur die weitere Entwicklung.“

Von Olaf Büchel

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