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Döbeln Ferienspaß mit Butterfass und Tröppelminna auf Burg Mildenstein
Region Döbeln Ferienspaß mit Butterfass und Tröppelminna auf Burg Mildenstein
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10:19 19.10.2015
Manuela Heyne und Sabine Rötsch führten Hausgeräte, wie dieses Butterfass in historischen Kostümen vor. Quelle: Thomas Sparrer
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Leisnig

Für alle Gäste und vor allem für die Ferienkinder gab es dazu ein Quiz. Es galt herauszufinden, für was die urigen Geräte benutzt wurden. "Ferienspaß für Königskinder" haben die Burgmitarbeiter ihre Ausstellung überschrieben.

Wärmflaschen und Wärmesteine waren leicht zu erkennen. Eine Zuckerzange oder ein Kienspanhalter waren da schon schwerer zu erkennen. Ein Bügeleisen aus dem 15. Jahrhundert oder Waffeleisen aus dem Mittelalter waren richtig spannende Ausstellungsstücke. Nachttöpfe und Fußwärmer oder eine so genannte Tröppelminna sorgten für einige Erheiterung. Tröppelminna war eine Vorläuferin unserer heutigen Kaffeemaschinen aus dem 19. Jahrhundert. Dazu gesellten sich Kaffeeröster, eine mittelalterliche Mausefalle und eine Kochsäge. Die musste Sabine Rötsch den Teilnehmern der beiden Führungen genauer erklären. An den Sägezähnen wurden die Töpfer über dem Herdfeuer aufgehängt. "Von dieser Kochsäge kommt wahrscheinlich die Redewendung: Gib einen Zahn zu", erklärte die Burgherrin. So wurde ein Topf tiefer übers Feuer gehängt. Erklären musste sie auch, wie eine Mohnreibe funktioniert oder ein Bohnenschnippsler. Apfelschäler gab es auch schon im Mittelalter.

Die erste Führung durch die Burg nutzten gestern Vormittag Jan und Katja Seifert aus Dresden-Gorbitz mit ihren Töchtern Klara (11) und Julia (10). "Wir hatten heute die kürzeste Anreise", sagt Vater Jan lachend. Denn die Familie hatte sich im Gasthof "Zum Stiefel" direkt an den Burgmauern einquartiert. "Wir haben von Dresden aus ein letzten Mal die Bahnstrecke über Meißen nach Döbeln genutzt, bevor sie jetzt aufgegeben wird", schildert er. Am Sonnabend wanderte die Familie von Westewitz nach Leisnig über die Maylust. Als Belohnung wurde im Café Meißner in Leisnig eingekehrt. "Die Großmutter meines Vaters stammt aus Leisnig und sie buk immer selbst Kuchen. So schaute mein Mann früher immer nur durchs Schaufenster in das Café. Jetzt haben wir das Café endlich mal besucht", so Katja Seifert.

Kulinarisches bietet auch die Burg Mildenstein in den nächsten Wochen. So gibt es am 17. November einen Martinsgans-Schmaus mit Theo dem Reimesprecher. Burgtheater mit dem Kabarett "Kaktusblüte" steht am 28. November auf dem Programm. Geschichte und Geschichten vom Heiligen Nikolaus erzählt Gräfin Katharina am 4. Dezember und am 11. Dezember wird ein kurfürstliches Festbankett zur Weihnachtszeit ausgerichtet. Informationen und Kartenbestellungen sind unter www.burg-mildenstein.de möglich.

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