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Feuerwehr Döbeln für Flutstiefel vorgeschlagen

Feuerwehr Döbeln für Flutstiefel vorgeschlagen

Aus dem Goldenen Stiefel der Döbelner Allgemeinen Zeitung wird in diesem Jahr wegen des Hochwassers ein Flutstiefel. Viele haben ehrenamtlich und unermüdlich mit angepackt, um Betroffene zu retten, aufzuräumen, den Neustart zu erleichtern.

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Döbeln. Katja Pietsch zollt den Feuerwehrmännern und -frauen den größten Respekt. "Was die Jungs in diesen Tagen geleistet haben- Sie waren Tag und Nacht auf Achse und für alle da. Sie haben das echt verdient. Auch die Familien, Frauen und Kinder der Kameraden haben den größten Respekt verdient, die haben immer hinter ihnen gestanden", begründet Pietsch ihren Vorschlag, die Döbelner Feuerwehr mit dem Flutstiefel der DAZ Danke zu sagen. Und auch Udo Hundrieser, der in der Flutwoche als Einsatzleiter selbst viele Stunden im Einsatz war, sieht eine Würdigung seiner Mannschaft, inklusive den beteiligten Ortswehren Ebersbach, Stockhausen, Limmritz, Töpeln sowie der Feuerwehr Heidenheim "und darüber hinaus aller Hilfsorganisationen wie die THW-Ortsgruppe Döbeln, das TWH Wetzlar, das DRK Hainichen mit der Ortsgruppe Döbeln und die Johanniter-Ortsgruppe Döbeln" hoffnungsvoll entgegen.

Sie prägten das Bild der Katastrophentage in der Stadt. Die Feuerwehrautos, aus deren Lautsprechern das Unheil angekündigt und die Menschen in den betroffenen Regionen frühzeitig informiert wurden. Sie fuhren tags, abends und nachts durch die Stadt. Unermüdlich und doch erschöpft kämpften die Kameraden erst gegen das Gewitter, dann gegen das Hochwasser und schließlich gegen den Schlamm und Müll. Sie richteten einen Zwölf-Stunden-Schichtdienst für alle Kameraden ein - aus der Freiwilligen Wehr wurde eine "Berufswache". Und sie hatten ein Maskottchen, das Symbolcharakter trug. "Es war gleichzeitig wie ein Motto für uns: Eine gelbe Sonne, die in den meisten Fahrzeugen aufgehängt wurde", erzählt Udo Hundrieser. Als schließlich das Gerätehaus Döbeln evakuiert werden musste, kippte die Stimmung. Gesenkten Hauptes verließen die Männer um Wehrleiter Thomas Harnisch die "Bastion". Die zugespitzte Katastrophenlage ließ auch das Schichtsystem kippen. Alle Kameraden waren in ständiger Einsatzbereitschaft. Die wenigen freien Minuten wurden zum Schlafen in den Klassenzimmern der Grundschule gebraucht. Harnisch: "Zwei Kameraden wurden aus dem Feuerwehr-Dienst entlassen, da sie selbst vom Wasser betroffen waren." Das Hochwasser forderte sie über die Maßen, aber auch die übliche Gefahrenabwehr musste abgesichert werden. Als die Alarmierung der Döbelner Wehr durch die Rettungsleitstelle wegen eines Verkehrsunfalls auf der Autobahn 14 erfolgte, war ein neuer Tiefpunkt erreicht.

Bis in die tiefe Nacht halfen alle Einsatzkräfte bei der Rettung eingeschlossener Bewohner. Udo Hundrieser ist immer noch beeindruckt: "Jeder hat in seiner Funktion Herausragendes geleistet." Nach drei Tagen durften sie wieder zurück ins Gerätehaus. "Ab der Schlachthofstraße hatten alle Fahrzeuge das Sondersignal geschaltet und sind ins Depot zurückgekehrt. Ein Gänsehautgefühl für jeden", erinnern sich die Kameraden. Die Arbeit war damit noch längst nicht überstanden. Eine Woche lang hielten sie zur Stange und stellten dabei private Belange zurück. Sie erhielten Dank und Anerkennung. Ihre Leistungen wiegt das nicht auf. Es bleibt ihnen der Stolz und die Erkenntnis, dass während der Fluttage "die Kameradschaft unter den Hilfsorganisationen neuen Auftrieb gefunden hat", so Hundrieser. Der Flutstiefel der DAZ wäre zumindest das greifbare Dankeschön. Eins, das in der "Bastion" stellvertretend für alle Feuerwehrmänner und -frauen einen Platz finden könnte.

 

Weitere Flutstiefel-Kandidaten-Vorschläge bis 17. August schriftlich an: Döbelner Allgemeine Zeitung, Obermarkt 28, 04720 Döbeln, per Fax an 03431/71 95 19 oder per E-Mail an daz.aktion@lvz.de. Schreiben Sie uns in ein paar Sätzen, was denjenigen auszeichnet und ihn als potenziellen Preisträger ausmacht. Vergessen Sie nicht, Ihre Telefonnummer oder E-Mail-Adresse dazu zu schreiben, um mit Ihnen und dem Kandidaten Kontakt aufnehmen zu können.

Thomas Lieb

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