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Feuerwehr evakuiert Wohnblock in der Albert-Schweitzer-Straße

Wieder Feuer in Döbeln Feuerwehr evakuiert Wohnblock in der Albert-Schweitzer-Straße

Zum dritten Mal in diesem Jahr hat es am Sonnabendnachmittag in dem Wohnblock Albert-Schweitzer-Straße im Wohngebiet Döbeln-Nord gebrannt. Wieder standen Kellerräume in Flammen. Wieder musste das Haus evakuiert werden. 46 Feuerwehrleute sowie Polizei und Rettungsdienst sind im Einsatz. Von Brandstiftung wird ausgegangen.

Hausbewohner werden mit der Drehleiter evakuiert, weil das Treppenhaus verqualmt ist.
 

Quelle: Thomas Sparrer

Döbeln. Zum zweiten Mal innerhalb von einer Woche hielt ein Kellerbrand am Sonnabendnachmittag das Wohngebiet Döbeln-Nord in Atem. Gegen 15.30 Uhr qualmte es massiv aus einer Kellerhälfte des Wohnhauses Albert-Schweitzer-Straße 24. Die Döbelner Feuerwehr und alle ihre Ortswehren rückten mit 46 Kameraden und acht Fahrzeugen an. Das Deutsche Rote Kreuz war mit zwei Rettungswagen, Notarztwagen und später der Schnellen Einsatzgruppe (SEG) vor Ort, um die in Sicherheit gebrachten Mieter zu betreuen.

Weil das Treppenhaus massiv verqualmt war, mussten die Hausbewohner mit der Drehleiter der Döbelner Feuerwehr über die Balkone gerettet werden. „Dazu haben wir auch hinter dem Haus ein paar Bäume und Sträucher umsägen müssen, um mit der Leiter an alle Balkone zu kommen“, so Heiko Hentzschel, Einsatzleiter der Döbelner Feuerwehr. „Wir haben hier vier Hausbewohner mit leichten Rauchgasvergiftungen behandelt und werden sie nach erstem Erkenntnisstand zur Beobachtung ins Krankenhaus einliefern. Zudem haben zwei Feuerwehrleute leichte Brandverletzungen erlitten, die wir vor Ort behandeln konnten“, sagt Helmar Berger, Organisationsleiter des Deutschen Roten Kreuzes vor Ort.

Nahezu alle Atemschutzgeräteträger der Döbelner Feuerwehr und der Ortswehren aus Limmritz, Mochau, Beicha und Lüttewitz waren gestern im Einsatz. Sie wechselten sich bei der Brandbekämpfung im Keller ab. Das Feuer und der Rauch hatte dieses Mal deutlich größere Ausmaße als beim Kellerbrand am vergangenen Sonntag im selben Wohnblock. Das Haus und der Nachbaraufgang sind bereits zum dritten Mal von solchen Kellerbränden betroffen. Im März hatte es zu abendlicher Stunde schon einen ähnlichen Einsatz in einer ebensolchen Dimension gegeben.

Der Schaden des Kellerbrandes vom Sonnabendnachmittag steht noch nicht fest. Die Löscharbeiten dauern noch an. Erst danach ist sichtbar welche Kabel und Leitungen beschädigt sind, ob Strom und Heizung noch anliegen und die Mieter wieder in ihre Wohnungen können. Das Ordnungsamt des Rathauses ist vor Ort, um sich schlimmstenfalls um andere Notquartiere für die betroffenen Mieter zu kümmern.

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Der dritte Kellerbrand in diesem Jahr in diesem Wohnblock an der Albert-Schweitzer-Straße in Döbeln-Nord sorgte am Sonnabendnachmittag wieder für einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst.

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Viele Hausbewohner haben es satt und wollen ausziehen. Einige berichten davon, dass es bei diesem Brand angeblich ein Bekennerschreiben gegeben habe, das sich gegen die Wohnungsgenossenschaft Pro Leipzig richtete. Andere berichteten, dass ein unbekannter Mann beim Verlassen des Hauses erwischt worden sei und nach einem Handgemenge fliehen konnte. Beide Aussagen wollte die Polizei gestern vor Ort nicht bestätigen. Die Aussagen würden geprüft. Eine Einsatzleitung der Polizeidirektion übernahm die Einsatzführung vor Ort und koordiniert zu späterer Stunde auch die weiteren Ermittlungen.

Von Thomas Sparrer

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