Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 16 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Feuerwehr probt Großeinsatz am Fliesenwerk Leisnig

Feueralarm Feuerwehr probt Großeinsatz am Fliesenwerk Leisnig

Die Rauchmeldeanlage des Fliesenwerkes Kerateam in Leisnig löste am Montag gegen 18 Uhr Feueralarm aus. Es handelte sich um eine Räumungs- und Einsatzübung für die Kerateam-Mitarbeiter sowie für die Feuerwehrleute von Leisnig, Brösen, Naundorf sowie Naunhof-Beiersdorf. Es gab für die Brandschützer teils knifflige Aufgaben zu lösen.

Leisniger Feuerwehr probt Großeinsatz auf Gelände vom Fliesenwerk Kerateam.
 

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig.  Frank Heinzmann von der Wiesenthaler Feuerwehr war als Beobachter ebenfalls vor Ort. Die Großübung hatte Marko Gentzsch von den Leisniger Kameraden ausgearbeitet. Unter anderem waren neben den Löscharbeiten für den Brand zwei Personen aus einem oberen Stockwerk mit einer Drehleiter zu retten – mit dem großen Leiterfahrzeug der Leisniger Wehr keine Hürde. Als technisch kniffliger erwies sich eine zweite Aufgabe: Eine unter einem rund 20 Tonnen schweren Radlader eingeklemmte Person – in dem Fall eine Attrappe – sollte unter dem Fahrzeug hervor geholt werden. Mittels Pressluft aus zwei normalen Flaschen für die Pressluftatmer musste dafür das schwere Gefährt angehoben werden. Auch diese Aufgabe wurde schließlich gelöst.

Einsatzleiter René Gentzsch zieht positive Bilanz

fad5060c-7f29-11e6-8d4e-1a283e259eef

40 Feuerwehrleute von vier zu Leisnig gehörenden Ortswehren wurden am Montag auf das Gelände vom Fliesenwerk Leisnig gerufen. Es handelte sich um eine Übung. Fotos: Sven Bartsch

Zur Bildergalerie

Die Einsatzleitung hatte am Montagabend René Gentzsch. Bevor er mit den Einsatzkräften sowie dem Gesamtwehrleiter Bernd Starke sowie der Kerateam-Unternehmensleitung um Thomas Pfalzgraf Details der Übung auswertete, zog er bereits gegenüber der DAZ eine positive Bilanz: Die 40 Einsatzkräfte hätten gemäß der ihnen gestellten Aufgaben ordnungsgemäß gehandelt. Ein Teil der Übung hatte darin bestanden, Löschwasser über eine lange Wegstrecke bereit zu stellen, und zwar aus dem eigens zu diesem Zweck nahe dem Fliesenwerk im Gewerbegebiet gebauten Regenrückhaltebecken. Zusätzlich zum von den Tankfahrzeugen mitgeführten Löschwasser wurde zudem per Hydrant die Ringleitung angezapft, welche bereits beim Bau der Fabrik auf dem Werkgelände verlegt worden war.

Von der Wehr Leisnig waren alle fünf Fahrzeuge im Einsatz. Die Brösener hatten die lange Wegstrecke vom Regenrückhaltebecken bis zu ihrem Löschfahrzeug zu überbrücken. Das Löschfahrzeug von Naunhof-Beiersdorf unterstützte beim Löschangriff. Die Staffel aus Naundorf war mit ihrem Tragkraftspritzenfahrzeug/Wasser in die technische Hilfeleistung eingebunden, bei welcher die eingeklemmte Person unterm Radlader geborgen werden musste.

Übung wichtiger Teil vom Sicherheitskonzept

Die Mitarbeiter der aktuellen Schicht im Fliesenwerk hatten für die Räum- und Einsatzübung das Gebäude zu verlassen. Eine Prämisse der Übung war, dass bei einem derartigen Einsatz dennoch die Produktionslinien weiter laufen müssen. „Das gilt nicht nur für die Übung, sondern auch für einen Notfall“, erläutert Starke, denn aus technologischen Gründen dürfe lediglich in einem absolut unumgänglichen Notfall die Produktion still stehen. Die beiden Kerateam-Geschäftsführer Thomas Pfalzgraf und Rüdiger Grau verfolgten das Geschehen am Montagabend ebenso interessiert wie beispielsweise einige Zaungäste. Pfalzgraf sagt: „Wir benötigen derartige Übungen, denn sie sind ein maßgeblicher Teil unseres Sicherheitskonzeptes.“

Das Unternehmen beziehungsweise die Mitarbeiter würden auf diese Weise für etwaige Gefahrenlagen sensibilisiert. Dies betont auch Rüdiger Grau, der die technische Geschäftsführung inne hat. Neben entsprechenden Schulungen sei eine derartige Übung ein wichtiger Teil im Sektor Sicherheit für die derzeit im Werk beschäftigten rund 150 Mitarbeiter. Im Leisniger Fliesenwerk Kerateam wird in Schichten gearbeitet, so dass die Produktionsanlagen sieben Tage die Woche 24 Stunden laufen können.

Von Steffi Robak

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Döbeln

Was beschäftigt die Menschen in den kleinen Orten zwischen Döbeln, Waldheim und Hartha? Wir besuchen jene kleinen Dörfer, denen normalerweise wenig Beachtung geschenkt wird, geben einen Einblick in die Geschichte des Ortes und sprechen mit den Bewohnern über früher und heute. mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lädt vom 20. Juli bis 16. August 2017 zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz. Alle Infos zum Programm und Ticketverkauf... mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Titanic-Panorama im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr