Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Feuerwehr probt Großeinsatz am Fliesenwerk Leisnig
Region Döbeln Feuerwehr probt Großeinsatz am Fliesenwerk Leisnig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:07 20.09.2016
Rauchmelder löst Alarm aus, Feuerwehrleute üben bei Kerateam für Brandeinsatz.  Quelle: Sven Bartsch
Anzeige
Leisnig

 Frank Heinzmann von der Wiesenthaler Feuerwehr war als Beobachter ebenfalls vor Ort. Die Großübung hatte Marko Gentzsch von den Leisniger Kameraden ausgearbeitet. Unter anderem waren neben den Löscharbeiten für den Brand zwei Personen aus einem oberen Stockwerk mit einer Drehleiter zu retten – mit dem großen Leiterfahrzeug der Leisniger Wehr keine Hürde. Als technisch kniffliger erwies sich eine zweite Aufgabe: Eine unter einem rund 20 Tonnen schweren Radlader eingeklemmte Person – in dem Fall eine Attrappe – sollte unter dem Fahrzeug hervor geholt werden. Mittels Pressluft aus zwei normalen Flaschen für die Pressluftatmer musste dafür das schwere Gefährt angehoben werden. Auch diese Aufgabe wurde schließlich gelöst.

Einsatzleiter René Gentzsch zieht positive Bilanz

Zur Galerie
40 Feuerwehrleute von vier zu Leisnig gehörenden Ortswehren wurden am Montag auf das Gelände vom Fliesenwerk Leisnig gerufen. Es handelte sich um eine Übung. Fotos: Sven Bartsch

Die Einsatzleitung hatte am Montagabend René Gentzsch. Bevor er mit den Einsatzkräften sowie dem Gesamtwehrleiter Bernd Starke sowie der Kerateam-Unternehmensleitung um Thomas Pfalzgraf Details der Übung auswertete, zog er bereits gegenüber der DAZ eine positive Bilanz: Die 40 Einsatzkräfte hätten gemäß der ihnen gestellten Aufgaben ordnungsgemäß gehandelt. Ein Teil der Übung hatte darin bestanden, Löschwasser über eine lange Wegstrecke bereit zu stellen, und zwar aus dem eigens zu diesem Zweck nahe dem Fliesenwerk im Gewerbegebiet gebauten Regenrückhaltebecken. Zusätzlich zum von den Tankfahrzeugen mitgeführten Löschwasser wurde zudem per Hydrant die Ringleitung angezapft, welche bereits beim Bau der Fabrik auf dem Werkgelände verlegt worden war.

Von der Wehr Leisnig waren alle fünf Fahrzeuge im Einsatz. Die Brösener hatten die lange Wegstrecke vom Regenrückhaltebecken bis zu ihrem Löschfahrzeug zu überbrücken. Das Löschfahrzeug von Naunhof-Beiersdorf unterstützte beim Löschangriff. Die Staffel aus Naundorf war mit ihrem Tragkraftspritzenfahrzeug/Wasser in die technische Hilfeleistung eingebunden, bei welcher die eingeklemmte Person unterm Radlader geborgen werden musste.

Übung wichtiger Teil vom Sicherheitskonzept

Die Mitarbeiter der aktuellen Schicht im Fliesenwerk hatten für die Räum- und Einsatzübung das Gebäude zu verlassen. Eine Prämisse der Übung war, dass bei einem derartigen Einsatz dennoch die Produktionslinien weiter laufen müssen. „Das gilt nicht nur für die Übung, sondern auch für einen Notfall“, erläutert Starke, denn aus technologischen Gründen dürfe lediglich in einem absolut unumgänglichen Notfall die Produktion still stehen. Die beiden Kerateam-Geschäftsführer Thomas Pfalzgraf und Rüdiger Grau verfolgten das Geschehen am Montagabend ebenso interessiert wie beispielsweise einige Zaungäste. Pfalzgraf sagt: „Wir benötigen derartige Übungen, denn sie sind ein maßgeblicher Teil unseres Sicherheitskonzeptes.“

Das Unternehmen beziehungsweise die Mitarbeiter würden auf diese Weise für etwaige Gefahrenlagen sensibilisiert. Dies betont auch Rüdiger Grau, der die technische Geschäftsführung inne hat. Neben entsprechenden Schulungen sei eine derartige Übung ein wichtiger Teil im Sektor Sicherheit für die derzeit im Werk beschäftigten rund 150 Mitarbeiter. Im Leisniger Fliesenwerk Kerateam wird in Schichten gearbeitet, so dass die Produktionsanlagen sieben Tage die Woche 24 Stunden laufen können.

Von Steffi Robak

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach dem Tötungsverbrechen vom Freitagabend in Leisnig erarbeitet die Staatsanwaltschaft Chemnitz derzeit die Anklageschrift. Das teilt Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart auf Anfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung mit. Dies könne unter Umständen mehrere Monate in Anspruch nehmen. Unter anderem sollen Zeugenaussagen den Tathergang erhellen.

19.09.2016

Zum wiederholten Mal ist in der Nacht zum Montag, gegen 1.15 Uhr, ein Anschlag auf den stationären Blitzer an der Bundesstraße 169 in Döbeln-Neudorf verübt worden. Unbekannte versuchten die in Richtung Chemnitz stehende Säule in Brand zu setzen. Die Täter entzündeten Reifen am Fuße des Gerätes. Die Flammen griffen dann auf den Blitzer über.

19.09.2016

Die meisten Bewohner des Döbelner Asylheims sind friedliche Leute. Auch sie ärgern sich über Störenfriede, wie Gurminder J.. Der fällt in Deutschland seit zwölf Jahren mit Straftaten auf. Am Montag stand der Inder wegen Körperverletzung vor Gericht, weil er einen Heimbewohner aus dem Kosovo geschlagen und in den Arm gebissen hatte.

22.02.2018
Anzeige