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Döbeln Feuerwehrchef fordert LO-Ersatz
Region Döbeln Feuerwehrchef fordert LO-Ersatz
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20:01 04.06.2018
Die Feuerwehr Großweitzschen hat mit Fachkrankenhaus Bethanien (Foto), dem Wohnheim Brücke und der Bahn bei Westewitz viele Sondereinsatzgebiete. Quelle: Feuerwehr Großweitzschen (Archiv)
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Großweitzschen

Seit vergangenem Jahr ist Großweitzschens Ortswehrleiter Marc Bohnstedt bei jeder Gemeinderatssitzung in Großweitzschen dabei. Er äußert sich selten, hört meist nur zu, um informiert zu bleiben. Das war zu Beginn der jüngsten Sitzung anders. In der öffentlichen Bürgerfragestunde nutzte Bohnstedt die Gelegenheit, um auf Missstände in seiner Wehr aufmerksam zu machen.

„Ich bin seit 2015 Mitglied der Feuerwehr, seit 2016 Ortswehrleiter. Und ich habe seither jedes Jahr darauf hingewiesen, dass die Anträge auf Förderung für die Feuerwehr gestellt werden sollen. Das wurde vom damaligen Bürgermeister Fleischer und der Hauptamtsleiterin Frau Weichold ignoriert“, hob er an.

Zwei Kupplungsschäden in 18 Monaten

Hauptproblem sei der technisch längst nicht mehr angemessene LO als Truppenund Techniktransporter. „Der LO ist 37 Jahre alt und hatte allein in den letzten eineinhalb Jahren zwei Kupplungsschäden – zuletzt vor kurzem beim Waldbrand in Hochweitzschen. Es herrscht eine mangelhafte Ausrüstung und eine mangelhafte Sicherheit für die Kameraden. Und wir haben ein riesiges Einsatzgebiet mit der Klinik, dem Wohnheim Brücke und dem Bahnabschnitt bei Westewitz“, zählte Bohnstedt auf.

Seine Forderung: Noch in diesem Jahr solle die Kommune einen Förderantrag für ein Ersatzfahrzeug stellen. „Sonst sind nicht nur die Kameraden, sondern auch die Bürger gefährdet, wenn der LO mal wieder nicht startet – weil wir auch kein echtes Batterieladegerät haben.“

Bedarfsplan soll bis Ende Juli fertig sein

Sven Krawczyk, für den Gemeinderat in Sachen Feuerwehr unterwegs, unterstützte das Ansinnen des Wehrleiters und gab bekannt, bereits am Problem zu arbeiten. „Der Brandschutzbedarfsplan ist ausgeschrieben. Der ehemalige Kreisbrandmeister hat uns das Problem schon bestätigt. Auch mit dem Löschwasser haben wir Probleme. Das Ziel ist es, den Bedarfsplan bis 30. Juli fertig zu haben und diesen noch vor der Förderperiode im September im Gemeinderat zu beschließen. Dann kann man Fördermittel beantragen.“

Hauptamtsleiter David Aloe versicherte Marc Bohnstedt, dass ein Ersatzfahrzeug für den LO definitiv in den Bedarfsplan aufgenommen werden solle. „Wir müssen dann sehen, ob wir ein neues oder ein gebrauchtes Fahrzeug anschaffen“, sagte er. Zudem wurde vorgeschlagen, sich den LO als Gemeinderat einmal vor Ort anzusehen, um ein Gefühl für die Nöte der Kameraden zu bekommen.

Löschteiche vor Ort besichtigen

Der Brandschutzbedarfsplan, der zuletzt 2013 überarbeitet worden war, betrachtet alle Ortswehren der Gemeinde und ihre Bedarfe. Dazu gehören Löschteiche, Hydranten, mobile Technik und Ausrüstung der Feuerwehrleute sowie die Gerätehäuser. „Es müssen Verträge mit den Teicheigentümern gemacht werden. Da sollten schon jetzt Vor-Ort-Termine gemacht werden, zu denen die Ausschüsse gehen könnten“, schlug Krawczyk vor. Der größte Löschteich der Gemeinde sei seit fünf Jahren verschlammt. Hier müsse man sich mit der Wasserwirtschaft auseinandersetzen, zu der dieser gehört.

Von Sebastian Fink

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