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Döbeln Feuerwehren der Region Döbeln beweisen ihre Vielfalt
Region Döbeln Feuerwehren der Region Döbeln beweisen ihre Vielfalt
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14:13 25.04.2016
In Gleisberg kämpften kleine und große Kameraden aus dem ganzen Landkreis im traditionellen Feuerwehrwettbewerb „Löschangriff“ um den Pokal. Quelle: Gerhard Dörner
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Region Döbeln

In Gleisberg kämpften kleine und große Kameraden mit Schlauch, Pumpe und Spritze um den Pokal des Bürgermeisters Veit Lindner. Die Teams waren aus allen Ecken Mittelsachsens angereist: Aus Großhartmannsdorf zum Beispiel, das schon fast Erzgebirge ist. Oder Ottendorf bei Lichtenau. Oder Weißenborn, das kurz hinter Freiberg liegt. Sie alle kamen zum traditionellen Löschangriff-Wettkampf. Wobei das Wasser nicht nur aus den Spritzen schoss, sondern auch von oben auf die – zumeist behelmten – Köpfe rieselte. Aber für das Wetter kann schließlich keiner was und die Feuerwehrleute trotzten allen Widrigkeiten. „Wir hatten wegen der Wettervorhersage schon erwogen, die Veranstaltung abzusagen. Schnee bis in die Tieflagen – das hätte nicht funktioniert“, sagte Udo Hoffmann, Ortswehrleiter der Feuerwehr Gleisberg.

Aber zum Glück schneite es nicht und die 15 Jugend- und zehn Erwachsenenmannschaften konnten den Wettkampf austragen. Bei der Jugend gewann der Feuerwehrnachwuchs aus Mockritz, die Mobendorfer machten Platz 2. Auch einen Platz auf dem Podest sicherte sich die Jugendmannschaft der Gastgeber, nämlich die Mannschaft Gleisberg I. Neben Pokalen und Urkunden gab es für die Platzierten jeweils eine Megapackung Gummibärchen. Bei den Erwachsenen siegten die Kameraden aus Ottendorf, die Großhartmansdorfer wurden Zweiter. Den dritten Platz belegten die Feuerwehrleute aus Bräunsdorf (Gemeinde Oberschöna).

Biervielfalt in Großweitzschen

Zielspritzen war in Großweitzschen dagegen eher ein Freizeitspaß für die Kinder, die mit einer Rückenspritze auf Blechdosen zielten. Hier hatte die Feuerwehr zu einem besonderen Dorffest geladen, denn im Inneren des Großweitzschener Gerätehauses herrschte die große Biervielfalt. Das Fernbleib-Argument, „zum Feuerwehrfest gehen wir nicht, da gibt’s eh bloß wieder Plörre“, zog nicht, denn die Gäste konnten aus über 20 Biersorten auswählen. Der stellvertretende Gemeindewehrleiter Knut Herrmann hatte die Idee zur Bierbörse und damit einen Treffer gelandet. „Das machen wir im nächsten Jahr wieder“, sagte er. Die weiteste Anreise hatte mit 600 Kilometern das Zöttler-Gold, ein Helles aus dem Allgäu. Von dem auch die alkoholfreie Variante sehr lecker schmeckt.

Zur ersten Bierbörse lud die Feuerwehr Großweitzschen. Die Idee dazu hatte der stellvertretende Gemeindewehrleiter Knut Herrmann. Quelle: Gerhard Dörner

Sogenannte „Crafts-Biere“ sind derzeit bei Gerstensaft-Kennern in aller Munde und auch die Großweitzschener Bierbörse bot solche feinen und geschmacklich bisweilen sehr extravaganten Sorten an. Die Hopfen- und Obst GmbH in Schrebitz, einer der Sponsoren der Bierbörse, liefert auch Hopfen an solche Crafts-Brauereien. Anlass für das Fest war übrigens der 500. Jahrestag des Deutschen Reinheitsgebotes – des ältesten Lebensmittelgesetzes der Welt.

Am LO hängt viel Herzblut

Geliebt, gehasst, geschoben. Mit diesen drei Worten bringen die Feuerwehrkameraden von Ottewig ihr inniges Verhältnis zum Robur LO 2002 A auf den Punkt. Das Allrad-Löschfahrzeug dieses Typs tut in der Ortsfeuerwehr nun schon seit 40 Jahren seinen Dienst. Nicht immer ganz zuverlässig: „Bei den letzten drei Einsätzen ist der LO liegengeblieben. Zum Glück immer bei der Rückfahrt“, sagt Wehrleiter Christian Saupe (27). Das war dann auch der Anlass, in der Gemeinde Zschaitz-Ottewig ernsthaft über ein neues Feuerwehrauto für Ottewig nachzudenken. Die Fördermittel dafür sind schon sicher. Der Gemeinderat hat nun auch die Eigenmittel abgesegnet. Sehr wahrscheinlich im nächsten Jahr kommt die Ablösung für den LO.

Am Sonntag stand der Robur aber noch einmal ganz groß im Rampenlicht. Denn die Blauröcke von Ottewig feierten dessen 40. Geburtstag mit einem Frühschoppen und einem kleinen Oldtimertreffen. „An dem Auto hängt schon viel Herzblut. Klar hat er uns manches Mal geärgert, doch wir haben ihn immer wieder zum Laufen gebracht“, berichtet Horst Kühn (65). Er ist der Verantwortliche für die Technik, schon seit 50 Jahren in der FFW Ottewig aktiv und war dabei, als das Fahrzeug am 22. April 1976 nagelneu ins Dorf rollte.

Zum Gratulieren kamen die Großweitzschener Kameraden, natürlich mit ihrem eigenen LO. Daneben passten Trabi, Wartburg, MZ, Berliner Roller und Simson-Moped sehr gut ins Bild.

Von Dirk Wurzel und Olaf Büchel

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