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Feuerwehrflotte in die Jahre gekommen: Ostrau muss und will investieren

Jahresbilanz Feuerwehrflotte in die Jahre gekommen: Ostrau muss und will investieren

waren vor allem technische Hilfeleistungen, zu denen die Kameraden der Ortswehren Ostrau, Schrebitz, Noschkowitz und Rittmitz im vergangenen Jahr ausrücken mussten. Sturmschäden, Überschwemmungen und Verkehrsunfälle forderten die Feuerwehrleute.

Hans-Jürgen Ritschel und Irmgard Strumpf wurden von Bürgermeister Dirk Schilling und dem ehrenamtlichen Kreisbrandmeister Wolfgang Störr (v.l.) ausgezeichnet.

Quelle: Olaf Büchel

Ostrau. Darunter der schwere Unfall Ende September auf der B 169, bei dem es mehrere Tote gab. „Für einige junge Kameraden war das der erste schwere Einsatz, der nicht so leicht zu verkraften war“, erklärte der Gemeindewehrleiter von Ostrau, Heiko Ramm, am Freitagabend in der Gaststätte Moonlight im Gewerbegebiet. Dort hatten sich die meisten der insgesamt 68 Kameradinnen und Kameraden zur Jahreshauptversammlung zusammengefunden.

Brände hatten die Ostrauer Blauröcke vier Stück zu bekämpfen, darunter drei kleinere und ein größerer Feldbrand. Sechsmal rückten die Einsatzkräfte aus, um Ölspuren zu beseitigen, immerhin genauso oft, weil Brandmeldeanlagen im Gemeindegebiet Fehlalarm auslösten.

„Es wird ja hin und wieder angezweifelt, ob seitens der Gemeinde auch wirklich Interesse an der Arbeit der Feuerwehr besteht. Da geht es nicht nur um die Bereitstellung von Mitteln, sondern auch um eine gute Verknüpfung mit dem Gemeinderat“, beschrieb Bürgermeister Dirk Schilling (CDU). Nach dem gelungenen Treffen mit den Rittmitzer Kameraden wollen es die Ostrauer Kommunalpolitiker deshalb in diesem Jahr noch besser machen. Schilling kündigte an: „Der Gemeinderat wird die einzelnen Ortswehren besuchen, um sich vor Ort ein Bild zu machen und sich mit den Kameraden auszutauschen.

Im zurückliegenden Jahr konnte die Gemeinde unter anderem in Absauganlagen in den Gerätehäusern von Schrebitz und Noschkowitz investieren. Die Noschkowitzer bauten zudem mit Eigenleitungen einen Umkleidebereich ein. Rund 20 000 Euro gab die Kommune für Bekleidung und Ausrüstung aus, wobei 40 Prozent der Kosten vom Landkreis gefördert wurden. „Schon seit einigen Jahren stellen wir im Haushalt das Geld für neue Funkmeldeempfänger ein, doch immer wieder wurde die Anschaffung verschoben. Ich hoffe, dass die 35 Pager nun endlich in diesem Jahr angeschafft werden können“, bezieht sich Schilling auf die kreis- und landesweit laufende Umrüstung der Funktechnik.

Auch in diesem Jahr werde die Gemeinde Geld für Bekleidung und Ausrüstung, zum Beispiel für neue Stiefel ausgeben. Weil die alten überlagert sind, ist zudem die Anschaffung neuer Lufthebekissen erforderlich. Der Zustand der Löschteiche hat sich laut Schilling in den zurückliegenden Jahren verbessert. In Rittmitz und Schlagwitz sei die Instandsetzung gut gelungen, in Schrebitz etwas „halbherzig“ gelaufen. „Münchhof und Zschochau kommen in diesem Jahr an die Reihe.“

Das Alter des Fahrzeugbestandes der Ortswehren ist ebenfalls beachtlich. „Uns ist bewusst, dass da etwas getan werden muss“, sagte der Bürgermeister. In die Neubeschaffungspläne soll zunächst eine Struktur gebracht werden. Schilling: „Ich bitte die Wehren, die nicht zuerst dran sind, nicht eifersüchtig zu sein. 2017 wollen wir aber das erste Fahrzeug zur Förderung beim Landkreis anmelden.“

Um neue Mitstreiter für die Feuerwehr zu werben, planen die Ostrauer Kameraden für den 29. Mai den 1. Feuerwehrnachwuchs- und –Kindertag auf dem Sportplatz an der Döbelner Straße.

Vergessen sind auch nicht die älteren, verdienten Kameraden. So wurden am Freitag Irmgard Strumpf und Hans-Jürgen Ritschel für 40 Jahre treue Dienste und Karla Reimann sowie Wilfried Richter für 50 Jahre in der Feuerwehr ausgezeichnet.

Von Olaf Büchel

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