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Döbeln Feuerwehrmuseum Roßwein öffnet nur noch auf Anfrage
Region Döbeln Feuerwehrmuseum Roßwein öffnet nur noch auf Anfrage
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00:39 06.08.2015
Mit der Schaumspritze vor dem Jubilar: Georg Riedel vom Roßweiner Verein für Feuerwehrgeschichte öffnet das Museum jetzt zu Sonderöffnungszeiten. Quelle: Dirk Wurzel
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Der 12-jährige Veit ist nämlich schon in der Jugendfeuerwehr seiner Heimatgemeinde Halsbrücke. Seine Dresdner Großeltern sind im Internet auf das Angebot der Feuerwehrhistorik gestoßen und so war die Reise nach Roßwein gebongt.

Im Museum hat Georg Riedel das Sagen. Der Feuerwehrmann und Mitbegründer des Vereins erläutert mit seinem profunden Wissen die Exponate, die hier auf zwei Etage ausgestellt sind. Die Größe der Schaustücke reicht von klein (Alarmierungspiepser) bis groß (Löschfahrzeug). Ältestes Exponat ist eine handgeführte Leiter, die aus den 1920er Jahren stammt.

Am eindrucksvollsten sind aber die Fahrzeuge, mittlerweile fast allesamt Oldtimer. "Mit dem hier", sagt Georg Riedel und zeigt auf einen roten S-4000-LKW, "hat vor 30 Jahren alles angefangen." Bis 1985 war das Mannschaftsfahrzeug bei der Roßweiner Feuerwehr im Einsatz. Dann wechselte er zum Verein, der sich damals noch unter dem Dach des Kulturbundes um die Bewahrung der örtlichen Feuerwehrgeschichte kümmerte.

Derzeit steht das LF 16/ TS S4000-01 schick geschmückt in der Ausstellungshalle des Feuerwehrmuseums. Das Auto hat nämlich mittlerweile 50 Jahre auf dem Blech. "Außerdem sind wir damit beim Schulfest-Umzug mitgefahren", sagt Georg Riedel. Der S 4000 gehört zu einem Trio weiterer Feuerwehrfahrzeuge auf Basis des S 4000, den das Kraftfahrzeugwerk "Ernst Grube" Werdau von 1958 bis 1967 in ganz unterschiedlichen Varianten baute. Nachfolger war der W 50. Auch ein Drehleiter-W50 ist im Roßweiner Feuerwehrmuseum zu besichtigen. Der Drehleiter- S4000 ist gerade zur Reparatur außer Haus und wenn er wieder an der Stadtbadstraße einzieht, ist der Löschzug wieder komplett. Die meisten Fahrzeuge sind offen, sodass sich die Museumsbesucher auch mal hinters Lenkrad zwängen können. Oder sie schauen ins Schlauch- und Spritzenfach der historischen Löschlaster.

"Wir setzen derzeit auf Gruppenbesuche, zum Beispiel von Jugendfeuerwehren", sagt Georg Riedel. Denn um das Museum zu festen Zeiten zu öffnen, fehlen derzeit die personellen Kapazitäten. Mit der Sonderöffnung kann Georg Riedel auch besser planen, muss nicht mehr den halben Tag auf Gäste warten. Am morgigen Mittwoch besteht wieder die Möglichkeit eines Museumsbesuchs. In der Zeit von 16 Uhr bis 18 Uhr sind Gäste willkommen und am besten melden sich diese vorher an.

www. fwmuseum-rosswein.de

Dirk Wurzel

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