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Döbeln Flächenverkauf in Strocken wird erneut geprüft
Region Döbeln Flächenverkauf in Strocken wird erneut geprüft
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23:00 03.04.2017
Durch Flächentausch oder -verkauf kann es dazu kommen, dass Landwirte nur noch über Umwege auf ihre Felder kommen, wenn kein Landwirtschaftsweg mit Überfahrtsrecht besteht. Quelle: Sven Bartsch (Archiv)
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Großweitzschen

Bevor es mit der eigentlichen Tagesordnung bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Großweitzschen losgehen konnte, meldete sich Sebastian Gruhl zu Wort. Der Landwirt aus Strocken war extra zur Versammlung in der Westewitzer Straße erschienen, um eine Entscheidung aus der Januar-Sitzung dieses Jahres aufzugreifen: Damals hatte das Gremium den Kaufantrag des Familienunternehmens für die Flurstücke 209 und 210 mit zusammen knapp 1900 Quadratmetern abgelehnt. Der Hintergrund war, dass diese Flurstücke als Landwirtschaftswege deklariert sind und für anliegende Grundstücke als Zufahrt dienen. Da Familie Gruhl selbst anliegendes Land besitzt, wollte sie sich die Zufahrt dorthin sichern. Einige Gemeinderäte befürchteten jedoch in Zukunft Streit um die Zufahrt und die Mehrheit entschied sich, die Wege im Gemeindeeigentum zu belassen.

„Wir haben die Feldwege bisher selbst gepflegt. Sie wurden 30 Jahre lang nicht mehr genutzt“, erklärte Sebastian Gruhl vor den Räten. Deren Sorgen könne er zerstreuen. „Niemand hat vor, das Grundstück zu teilen oder Überfahrten nicht zu gewähren“, betonte er.

Eher sehe sich das Unternehmen, das er gemeinsam mit dem Vater führt, der zur Sitzung nicht erscheinen konnte, der Gefahr ausgesetzt, selbst von der Zufahrt abgeschnitten zu werden. Das gelte auch für andere Anlieger. „Wir haben ein gutes Verhältnis zu unseren Nachbarn, aber wie weit ich in zehn oder 15 Jahren noch auf unseren Grund komme, ist unklar. Wir wollen die Zufahrt für uns und unsere Nachbarn sichern“, sagte Gruhl.

Dieses Ansinnen hatte bei seiner Entscheidung allerdings auch der Gemeinderat verfolgt. Dennoch gelang man nach kurzer Beratung zu der Auffassung, das Thema noch einmal zu überdenken. Bürgermeister Ulrich Fleischer (parteilos) schlug vor: „Wir können im Technischen Ausschuss in der nächsten Sitzung einen Vor-Ort-Termin vereinbaren.“ Dies fand sowohl unter den Räten als auch bei Sebastian Gruhl Anklang, der ohnehin eine Einladung an das Entscheidungsgremium aussprechen wollte, was er nach Fleischers Einwurf bekräftigte.

Eventuell schon in der nächsten Gemeinderatssitzung, die für den 25. April angedacht ist, könnte die Entscheidung erneut auf der Tagesordnung stehen – dann vielleicht mit anderem Ausgang für Familie Gruhl.

Von Sebastian Fink

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