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Florena Waldheim: Auf Sparkurs in die Zukunft

Beiersdorf Florena Waldheim: Auf Sparkurs in die Zukunft

Der Standort Waldheim des Hamburger Kosmetikkonzerns Beiersdorf ist vorerst gesichert. Geschäftsleitung der Beiersdorf Manufacturing Waldheim GmbH, Gewerkschaft und Arbeitnehmervertretung einigten sich auf ein Konzept, dass vor allem die Mitarbeiter an der Lohntüte spüren werden.

Florena – die bekannte ostdeutsche Kosmetikmarke verbinden noch viele mit Waldheim und dem dortigen Beiersdorf-Produktionsstandort. Auch wenn dort längst andere Produkte des Nivea-Konzerns hergestellt werden.

Quelle: dpa

Waldheim/Hamburg. Keine fünf Minuten war Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) nach seinem Urlaub wieder im Rathaus, da empfing ihn bereits ein Kamerateam des Fernsehens. Nach monatelangem Schweigen zu den Details und der immer gleichlautenden Wiederholung, den Standort Waldheim stärken zu wollen, hatte der Beiersdorf-Konzern die Katze aus dem Sack gelassen, wie es mit der Beiersdorf Manufacturing Waldheim GmbH (BMWa) weitergeht. Und vor allem: Dass es weitergeht. Waldheim, Heimat der Kosmetik-Marke Florena, war mal wieder in aller Munde. Logisch, dass das Fernsehen da auch ein Statement vom Rathauschef braucht.

Arbeitsplätze wichtiger als Marke

„Ich bin erstmal froh, dass eine Lösung und ein Konzept gefunden wurde, die Arbeitsplätze bis 2018 zu sichern und trotz der Reduzierung die Beiersdorf Manufacturing Waldheim GmbH am Leben Die zu erhalten“, erklärt Steffen Ernst auf Nachfrage der DAZ. „Ich wünsche und hoffe, dass sich der Standort bis 2018 so entwickelt, dass er wieder ins normale Fahrwasser kommt“, sagt Steffen Ernst. Als Waldheimer ist er mit der Marke Florena groß geworden. „Das eine ist Marke, das andere sind die Arbeitsplätze. Auch wenn es komisch klingen mag, deren Erhalt ist mir wichtiger, als eine Marke“, sagt der Bürgermeister. Er stand seit der ersten Betriebsversammlung bei der BMWa in engem Kontakt mit deren Geschäftsleitung, setzte sich für einen Erhalt des Standortes ein.

Weniger Arbeit, weniger Geld

36 statt 40 Stunden wöchentliche Arbeitszeit bei entsprechend weniger Geld, keine Neubesetzung offener Stellen, Abbau der Zeitarbeit und neue, flexiblere Schichtmodelle – das bedeutet die jetzt getroffene Vereinbarung zwischen der Geschäftsleitung, dem Betriebsrat und der Industriegewerkschaft Bergbau Chemie und Energie für die BMWa mit ihren rund 300 Beschäftigten. Außerdem übernimmt der Waldheimer Traditionsbetrieb den jüngsten Chemie-Tarifabschluss erst später. Bis 2018 gelte diese Vereinbarung.

Investition trotz Sparkurs

Laut BMWa-Geschäftsführer Raimund Münch senke der Betrieb nicht nur die Personalkosten. „Wir machen weitaus mehr. Wir investieren weiter in das Werk; so haben wir unter anderem Aufgaben und Produktionsvolumina, die bisher Fremdfirmen überlassen waren, zurück in die BMWa geholt, wir arbeiten an der Verbesserung der Einkaufskonditionen und dem Verschlanken der Organisation“, sagt Raimund Münch in einer Pressemitteilung des Beiersdorf-Konzerns zur Neuausrichtung des Standortes Waldheims.

Von Dirk Wurzel

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