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Döbeln Flüchtlingskinder bringen Bewegung in die Schullandschaft
Region Döbeln Flüchtlingskinder bringen Bewegung in die Schullandschaft
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11:55 19.05.2015

Damit wächst die Chance, die einzige noch nicht auf neusten Stand gebrachte Schule der großen Kreisstadt Döbeln vielleicht doch noch mit Fördergeld sanieren und erneuern zu können. Bisher wurden Fördermittel für den Schulhausbau in Döbeln-Ost immer abgelehnt, weil die Schule nur einzügig (eine Klasse pro Jahrgang) geführt wird. Die Zahl der Schulanfänger gab bisher für die vier staatlichen Grundschulen in Döbeln nur sechs erste Klassen her.

Bewegung kommt jetzt in die Schullandschaft mit der Aufnahme von 50 weiteren Flüchtlingen in der Stadt, die im Februar im Flüchtlingsheim und in einem angemieteten Haus an der Friedrichstraße untergebracht wurden. Unter den Neuankömmlingen sind Familien mit Kindern. Für diese gilt die Schulpflicht. An der Kunzemann-Grundschule gibt es schon einige Jahre eine DAZ-Klasse (Deutsch als Zweitsprache), in welcher Migranten-Kinder die deutsche Sprache lernen. Diese kleine DAZ-Klasse mit etwa acht bis neun Kindern wird nun um eine zweite erweitert. Diese Klasse soll an der Grundschule Döbeln-Ost angesiedelt werden. In einer ersten Stufe lernen die Asylbewerber- und Flüchtlingskinder in diesen Klassen Deutsch. In einer zweiten Stufe der DAZ-Klasse besuchen sie dann neben dem verstärkten Deutschunterricht auch andere Unterrichtsfächer in den anderen Klassen ihrer Alterstufe. Später sollen die Kinder dann entsprechend ihrer Deutschkenntnisse in die Grundschulklassen integriert werden, je nachdem wie weit über das Bleiberecht ihrer Familien bis dahin entschieden wurde.

Über die Grundschule in Döbeln-Ost wird seit vielen Jahren heftig gestritten. Nahezu alle Stadtratsfraktionen bekannten sich dazu, die Schule zu erhalten. Erst im November stellte eine Planerin im Stadtrat verschiedene Varianten für eine Sanierung des alten Plattenbaus oder einen Neubau vor. Die Frage, ob die Millionenkosten allein von der Stadt getragen werden oder auch Geld vom Land fließt, war bisher immer davon abhängig, ob in der Grundschule ein oder zwei Klassen pro Jahrgang lernen. © Kommentar

Thomas Sparrer

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