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Flugzeugabsturz am 6. April 1945: Opfer-Nichte besucht Unglücksstelle Leisniger Absturzstelle zurück

Flugzeugabsturz am 6. April 1945: Opfer-Nichte besucht Unglücksstelle Leisniger Absturzstelle zurück

April 1945 bei Leisnig abgestürzten amerikanischen Soldaten hat diese Woche Leisnig und die Stelle der Absturzes besucht. Die DAZ berichtete zuletzt anlässlich des 70. Jahrestages das Absturzes über das jüngst veröffentlichte Buch "Als Leisnig einer Katastrophe entging".

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Linda Savitt und ihr Ehemann Bob auf der Leisniger Bastei. Von hier aus schauten am 6. April 1945 Hunderte Leisniger hinüber zum abgestürzten Bomber B-17G.

Quelle: Klaus Schumann

Die Nichte eines der am 6. Es schildert die damaligen Ereignisse. Linda Savitt, eine Rechtsanwältin aus Los Angeles, erlangte über das Buch Kontakt zum Mitautor Klaus Schumann und traf sich mit ihm am Dienstag in Leisnig.

 

Ihr Onkel Thorsten Johnson saß mit in der Maschine, die nahe der Leisniger Einertbrücke abstürzte. Johnson war der Navigator, Marlyn Bonacker, Heckschütze, überlebte als Einziger das Unglück und lebt heute noch.

 

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Bob steuerte die Amerikanerin am Dienstag Leisnig an, stand mit Klaus Schumann an der Bastei, von wo aus die Absturzstelle aus der Ferne eingesehen werden kann.

 

Der Vermittlung von Schumann ist es zu verdanken, dass Linda Savitt aus den USA nach Leisnig kam, um die Stätte des Geschehens von vor 70 Jahren zu sehen. Zuerst zeigte Klaus Schumann ihr die Stelle neben dem Hotel Bastei an der Bergstraße, von wo er selbst 1945 als Kind zusammen mit hunderten Leisnigern hinüberschaute zur Absturzstelle.

 

Dann fuhren sie hinüber auf die andere Muldenseite. Die Amerikanerin ließ es sich nicht nehmen, durch hohes nasses Gras von Naundorf aus zu dieser Stelle zu gehen und ihres Onkels an der Absturzstelle zu gedenken. Schumann: "Gleichzeitig genoss sie von dort den herrlichen Blick auf Leisnig. Just in diesem Moment hatte sich der wolkenverhangene Regenhimmel geöffnet und gestattete einen herrlichen Blick auf die Silhouette von Leisnig. Ihr stilles Gedenken bekam dadurch eine besondere Bedeutung."

 

Dann ging die Fahrt zum Friedhof in Altenhof, wo die getöteten Amerikaner damals ihre erste Ruhestätte fanden, ehe sie 1947 exhumiert und auf einen US-Militärfriedhof nach Belgien übergeführt wurden.

 

"In Belgien war Linda Savitt auch eines Tages auf Marlyn Bonacker getroffen, der uns bei unserem Buch sehr unterstützt hatte", erläutert Schumann. "Über Bonacker wurde Frau Savitt auf unser Buch aufmerksam und darauf, dass das Schicksal ihres Onkels dort beschrieben ist. Der Kontakt zu uns und dann der Besuch in Leisnig kamen auf diese Weise zustande." Von der in Amerika erschienenen Variante der Publikation habe sie sich schon eine Reihe von Exemplaren für ihre Familie gesichert. Ihr Onkel sei in der Familie nicht vergessen. Ihm werde bei Familienfeiern noch heute stets gedacht.

 

Linda Savitt war sichtlich gerührt, als Klaus Schumann ihr folgende Begebenheit von vor 70 Jahren berichte: Es gab während des Krieges in Deutschland eine Wehrmachtsanordnung, die es verbot, getötete ausländische Militärangehörige mit einem kirchlichen Zeremoniell zu bestatten. Der damalige Pfarrer des Friedhofes Altenhof soll das Begräbnis jedoch so gelegt haben, dass es um 18 Uhr stattfand. Denn jeden Tag um diese Zeit läuteten ohnehin die Kirchenglocken. Schumann: "Das war für die damalige Zeit eine mutige Entscheidung."

Steffi Robak

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