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Fluthilfe für Döbeln: "Vollständige Anträge werden unverzüglich bearbeitet"

Fluthilfe für Döbeln: "Vollständige Anträge werden unverzüglich bearbeitet"

Es ist ein Thema, das die Gemüter bewegt: Die Wiederaufbauhilfe in Sachsen nach dem Juni-Hochwasser. Zwischen emotionaler Betroffenheit der geschädigten Privatpersonen, Hausbesitzer sowie Gewerbetreibenden und dem administrativen Management des Freistaates Sachsen sind Irritationen und Verunsicherung entstanden.

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Jörg Mühlberg, Direktor der Sächsischen Aufbaubank, Vize-Landrat Manfred Graetz, Veronika Lowke vom Sächsischen Landkreistag und Fritz Jaeckel, Chef des Sächsischen Wiederaufbaustabes im Gespräch mit DAZ-Redaktionsleiter Thomas Lieb (v.l.).

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. "Die SAB kann die Hochwasserhilfen bewilligen und auszahlen, wenn vollständige, bewilligungsreife Antragsunterlagen vorliegen", sagt Jörg Mühlberg.

 

 

Vollständige Anträge werden unverzüglich bearbeitet. "Auch die gesondert zu beantragende Auszahlung der Mittel erfolgt umgehend", erklärt Mühlberg.

 

 

Fritz Jaeckel: "Es müssen keine neuen Anträge gestellt werden. Es werden durch die SAB lediglich Nachweise und Unterlagen nachgefordert, die mit der neuen Richtlinie notwendig werden." Mühlberg ergänzte: "Wir qualifizieren die alten Anträge auf die neue Richtlinie. Unsere Mitarbeiter setzen sich mit den Antragstellern dazu direkt in Verbindung."

 

 

Nachreichungen sind generell möglich. "Fehlende Unterlagen werden von der SAB nachgefordert. Wir gehen dafür auf die Antragsteller zu", weiß Mühlberg.

 

 

"Die SAB benötigt das Gutachten selbst nicht. Jedoch sind auf den Formularen der SAB vom Antragsteller - und dies ist durch den Gutachter zu bestätigen - der Schadensumfang und die Kosten der nachhaltigen Wiederherstellung darzulegen. Wichtig ist zu beachten, dass der Antragsteller das Gutachten vorhalten muss, da es in Zweifelsfragen von der SAB jederzeit abgefordert werden kann", so Jörg Mühlberg. Der Landkreis braucht das Gutachten aber, um feststellen zu können, ob die Maßnahme genehmigungsfrei ist oder Genehmigungen aus denkmalschutz-, baurechtlichen- oder wasserschutzrechtlichen Belangen notwendig werden.

 

 

Im Prinzip alle, die ausschließlich die Wiederherstellung des Ursprungszustandes umfassen. "In Döbeln sind nahezu 90 Prozent der Projekte reine Durchläufer und werden keine Genehmigungen brauchen", schätzt Fritz Jaeckel ein.

 

 

Erste und einzige Anlaufstelle für den Betroffenen ist die Verwaltung der Kommune, in der er gemeldet beziehungsweise in der der Schaden entstanden ist. Jaeckel: "Wir haben die Wege für den Antragsteller mit der letzten Änderung der Richtlinie vereinfacht, indem wir uns mit den Kommunen und Landkreisen als Fachbehörden auf ein einheitliches Förderverfahren verständigt haben." Die Kommune, die dem Antragsteller (mittels Stempel in den Formularen) bestätigen muss, dass das zur Förderung beantragte Objekt vom Hochwasser betroffen war, reicht den Antrag direkt an den Landkreis weiter. Der prüft das Vorhaben auf erforderliche öffentlich-rechtliche Genehmigungen. Vom Landkreis geht der Antrag zur SAB. Die Aufbaubank erstellt die Eingangsbestätigung für den Antragsteller und nimmt direkten Kontakt auf, wenn weitere Informationen notwendig werden.

 

 

Ja. Auf der Internetseite der Sächsischen Aufbaubank (www.sab.sachsen.de) ist ein umfangreiches Informationsportal - unter anderem mit Checklisten für die Antragstellung - eingerichtet. Zudem sind Hotlines geschaltet, über die Mitarbeiter des Servicecenters erreichbar, verspricht Mühlberg. Telefon: 0351/49 10 49 66.

 

 

Sie sind ebenfalls über die Internetseite der SAB abrufbar. Wer keinen Internetzugang hat, erhält direkte Hilfe bei der SAB. Die Antragsunterlagen sowie das Informationsmaterial werden per Post zugesandt.

 

 

Ja. Privatpersonen, Vereine und auch Unternehmen können zur Schadensregulierung Hochwasserhilfe bekommen. Das Landratsamt ist in das Verfahren involviert und hat jetzt gemeinsam mit den Kommunen einen Ablauf organisiert, damit die Betroffenen schnellstens Hilfe erhalten ohne mehrere Behördengänge erledigen zu müssen. Zu grundsätzlichen Fragen zur Förderfähigkeit ist der Wiederaufbaustab im Landratsamt unter 03731/799 32 25 zu erreichen.

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