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Döbeln Flutschäden fast wieder heil – Noch zwei Vorhaben in Region Döbeln offen
Region Döbeln Flutschäden fast wieder heil – Noch zwei Vorhaben in Region Döbeln offen
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22:06 23.05.2018
Die Straße nach Grunau hat die Striegis 2013 weggespült. Nun ist die Straße wieder okay. Es hat ein Heidengeld gekostet, sie zu reparieren. Quelle: Wolfgang Sens
Region Döbeln

Das gammelt ja ordentlich vor sich hin. Da muss mal richtig Bleimennige drauf. Bloß nicht! Die Korrosion an den Spundwänden ist nämlich gewollt, die den Hang von der Kreisstraße 8296 nach Grunau abhalten. Diese wichtige Straße für die Region Döbeln hatte die Striegis 2013 fortgespült. Für anderthalb Millionen Euro ließ sie der Kreis wieder herrichten. Sie ist eines der teuersten Einzelprojekte im Katalog der vom Hochwasser beschädigten Infrastruktur, die dem Landkreis gehört.

Die Spundwände an der neuen Straße bei Grunau dürfen rosten. Quelle: Sven Bartsch

„Die rostigen Spundwände haben einen Vorteil, sie sind schlechter mit Graffiti zu besprühen“, sagt Claudia Richter, Leiterin des Referates Straßen im Landratsamt Mittelsachsen, über die Hangsicherung mit Spezialstahl an der Kreisstraße 8296.

Schnauder aus der Versenkung holen

In Roßweiner Gefilden will der Kreis demnächst ein weiteres Vorhaben realisieren, das noch mit dem Hochwasser vor fünf Jahren zu tun hat. Die Rede ist vom Schnauder-Bach, der am Abzweig Littdorf unterirdisch fließt. Das will der Kreis ändern. „Wir wollen dem Bach wieder mehr Platz bieten und eine Brücke bauen“, sagt Claudia Richter. Problem: Weil sich das Bauvorhaben im Naturschutzgebiet (FFH) befindet, ist ein sogenanntes Planfeststellungsverfahren notwendig. Claudia Richter ist aber optimistisch, dass bis zum Winter Baurecht besteht und die Arbeiten beginnen können. Im Februar 2019 sollen die ersten Bäume fallen.

Technitz geht im Juli los

Ein weiteres Projekt betrifft die Muldebrücke im Döbelner Ortsteil Technitz. Hier hat das Hochwasser 2013 die Widerlager beschädigt. Jetzt ist Geld locker gemacht und eine Baufirma gefunden, die das richtet. „Im Juli soll es losgehen“, sagt Claudia Richter. Im Herbst vergangenen Jahres hatte das Landratsamt die Ausschreibung zu diesem Vorhaben wieder aufgehoben und es erstmal gecancelt. Es war einfach zu teuer. Die Angebote lagen weit über dem, was sich der Kreis als Preis vorgestellt hatte: 175 000 Euro.

Ohne Freistaat nicht zu bezahlen

In ganz Mittelsachsen hat der Kreis auf 160 Straßen Flutschäden zu beseitigen. Davon sind 139 abgearbeitet. 14 befinden sich im Bau, sechs Bauvorhaben sollen 2019 beginnen. Das Hochwasser 2013 richtete in Mittalsachsen 171 Millionen Euro Schaden an. Betroffen waren nicht nur Straßen, Brücken und Ingenieurbauwerke, sondern auch Gebäude und Alt-Deponien. Ein Großteil ist mittlerweile – bezahlt mit der 100prozentigen Förderung des Freistaates. „Mit der Beseitigung der Hochwasserschäden an Straßen, Ingenieurbauwerken, Deponien und im Bereich Hochbau wären wir heute noch nicht so weit, gäbe es nicht die volle Kostenübernahme durch den Freistaat Sachsen und den Bund“, sagt Vizelandrat Dr. Lothar Beier (CDU).

Von Dirk Wurzel

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