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Flutschutz im Pommlitzgrund: Schneller Baubeginn in Gefahr

Flutschutz im Pommlitzgrund: Schneller Baubeginn in Gefahr

Die Stadt plant, im Pommlitzgrund ein kleines Regenrückhaltebecken zu errichten. Dafür beschloss der Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung die Finanzierung. Bei dem etwa 80 000 Euro teuren Bauvorhaben handelt es sich um ein Provisorium.

Das Stauwerk besteht aus Spundwänden. Die Stadt hofft darauf, dass die Untere Wasserbehörde des Landkreises schnell grünes Licht gibt. "Die Behörde steht dem Plan aufgeschlossen gegenüber, hat uns gegenüber aber noch nichts Abschließendes geäußert", sagte Bauamtsleiter Erik Brendler.

 

Und das kann auch noch eine Weile dauern. André Kaiser, Sprecher des Landratsamtes Mittelsachsen: "Die Unterlagen wurden am 12. Dezember in die Beteiligung Träger öffentlicher Belange gegeben, da es sich um ein Planfeststellungs-/Plangenehmigungsverfahren handelt." Das klingt recht bürokratisch und kann vor allem eins bedeuten: Die Baugenehmigung lässt auf sich warten. Zumal nun auch eine weitere Behörde beteiligt ist, die Landesdirektion Sachsen (LDS). "Nachdem die Stellungnahmen vorliegen, wird die LDS im Verfahren beteiligt. Diese entscheidet dann, ob die Pflicht zu einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht oder nicht. Danach schließt sich an, ob ein Planfeststellungs- oder Genehmigungsverfahren durchzuführen ist", so Kreissprecher Kaiser weiter. Für Döbeln wäre es wichtig, schnell mit dem Bau beginnen zu können. Ein großes naturschutzrechtliches Hindernis steht dem Vorhaben laut Aussage des Döbelner Bauamtsleiters zumindest nicht im Wege: Die Fläche ist kein Flora-Fauna-Habitat (FFH), ein strenges Schutzgebiet nach europäischem Recht. In solchen liegen die geplanten großen Rückhaltebecken in Mulda und Oberbobritzsch, was deren Genehmigungsver- fahren arg in die Länge zieht.

 

Im Vergleich zu diesen Becken ist das Döbelner aber ein Zwerg. Diese beiden fassen zusammen rund zehn Millionen Kubikmeter Wasser - soviel wie eine mittlere Talsperre. In das geplante Döbelner Behelfsbecken - es soll lediglich verhindern, dass bei Starkregen die Dresdner Straße unter Wasser steht - passen rund 1300 Kubikmeter Wasser. Der Stadt würde es sehr gelegen kommen, noch in diesem Winter mit dem Bau beginnen zu können. Dann wären die Arbeiten zur Brutzeit der Vögel im kommenden Jahr abgeschlossen. Das hatte die Stadt aus Gründen des Naturschutzes so geplant. Sollte die Landesdirektion es für nötig halten, das Genehmigungs-Prozedere auf den ganz großen Dienstweg auszudehnen, können Monate, wenn nicht gar Jahre ins Land gehen, bis Baurecht herrscht.

 

Pläne für ein dauerhaftes Regenrückhaltebecken im Pommlitzgrund gibt es seit den 1990er Jahren. Das Vorhaben würde rund eine Million Euro kosten. Fünf bis sechs Jahre könnte es dauern, bis für dieses Vorhaben Baurecht besteht. Denn dafür wäre ein umfangreiches Verfahren notwendig - ein sogenannten Planfeststellungsverfahren. Darum hatte die Stadt eine Interimslösung ins Auge gefasst, die sich schneller realisieren lässt.

Dirk Wurzel

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