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Döbeln Förderverein spendiert Harthas Gymnasium eine interaktive Tafel
Region Döbeln Förderverein spendiert Harthas Gymnasium eine interaktive Tafel
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16:24 21.03.2016
Quelle: Sven Bartsch
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Hartha

Am Martin-Luther-Gymnasium (MLG) in Hartha gehören Kreide und Tafelschwamm noch nicht zu den vom Aussterben bedrohten Arbeitsmitteln. Konkurrenz bekommen sie trotzdem Stück für Stück durch die sogenannten interaktiven Whiteboards – eine Art multimediale Spielwiese, die mithilfe moderner Projektionstechnik und integrierten Lautsprechern die alten grünen Platten ablöst. Bis vor kurzem hatte das MLG davon fünf Geräte zur Verfügung. Pünktlich zum vergangenen Tag der offenen Tür am letzten Februarwochenende stockte die Schule ihr Angebot um zwei Geräte, die sich nun auch im Einsatz befinden, auf. Das Landratsamt bezahlte dabei eines der neuen Systeme, während der Förderverein des MLG selbst in die Tasche griff und für ein weiteres circa 4500 Euro teures interaktives Whiteboard aufkam. „Es kommt ja auch allen Schülern zugute“, hält die stellvertretende Schulleiterin Gabriela Pawlowski, die sich ebenfalls im Vorstand des Fördervereins engagiert, fest. Die Vorteile der Geräte liegen auf der Hand und praktischerweise nicht auf den Schultern der Schüler. Da immer mehr gekaufte Lehrbücher mit einer Lizenz für das digitale Pendant daherkommen, kann das Material einfach an die neue Tafel geworfen werden und muss nicht mehr zwingend im Schulranzen mitgeschleppt werden. „Davon profitieren vor allem auch behinderte Schüler, die unter die Integrationsvereinbarung fallen“, erklärt Schulleiter Lothar Weisheit. Neben der Schonkur für Schülerrücken tun sich zudem Vorteile im Krankheitsfall hervor. „Das Tafelbild kann ganz einfach per E-Mail nach Hause geschickt werden“, so Weisheit. „Es ist auf jeden Fall besser als eine normale Tafel“, meint Neuntklässler Lukas, der gerade eine Stunde Mathematik mit dem brandneuen Gerät hinter sich gebracht hat. „Man kann auch Videos anschauen und vor allem gut grafische Dinge und Gleichungen betrachten. Manche Lehrer müssen sich erst noch daran gewöhnen, aber wir helfen ihnen dabei.“ Viele der Schüler kommen schnell und intuitiv mit dem neuen System zurecht, während die Lehrkräfte in der Handhabe geschult werden und ihre Erfahrungen untereinander austauschen. „Wenn man im Umgang geübt ist, geht alles viel schneller. Ich denke, das ist die Zukunft“, meint Physiklehrerin Regine Theiss. „Man ist schnell im Internet, kann Videos zeigen, geometrische Konstruktionen anschaulich ausführen und in Physik mit Animationen arbeiten.“ Diese Möglichkeiten passen den Unterricht an die technisch fortgeschrittene Realität an. „Wir wollen dadurch die Medienkompetenz unserer Schüler erhöhen und einfach modernen Unterricht machen“, betont Lothar Weisheit.

Der Förderverein ist derweil auf der Suche nach neuen Mitgliedern und Spenden, um das MLG bei der geplanten Anschaffung weiterer Geräte unterstützen zu können.

Von André Pitz

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