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Döbeln Fotovortrag in der Stadtbibliothek Hartha: China abseits der Touristenrouten
Region Döbeln Fotovortrag in der Stadtbibliothek Hartha: China abseits der Touristenrouten
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00:21 17.11.2017
Ullus Leidel aus Hartha bereist geschäftlich die ländlichen Regionen Chinas, in denen es einiges zu entdecken gibt. Quelle: privat
Hartha

Ullus Leidel aus Hartha ist regelmäßig in China, um als Inhaber eines Ingenieurbüros in Hartha geschäftliche Kontakte zu Partnerfirmen in China zu pflegen. Sein Unternehmen arbeitet im Bereich Umwelttechnik und beschäftigt sich mit der Verwertung von organischen Abfällen. Für Umweltschutzprojekte ist er viel im Land unterwegs.

Abseits der Touristenregionen

Seine Reisen führen oft in ländliche Gebiete, meist abseits von Touristenrouten. Diese Gebiete hält der Ingenieur aus Hartha mit der Kamera fest: „Diese Motive sieht man auf der Welt nicht so schnell wieder, deswegen dokumentiere ich sie“, sagt der 60-Jährige. Die extremen Gegensätze in China beschäftigen ihn besonders. „Während Großstädte wie Peking oder Shanghai modern ausgestattet sind, fühlte ich mich in den ländlichen Regionen oft wie hunderte Jahre zurückversetzt. Das heißt nicht, dass die Menschen dort nicht genauso glücklich sind. Es ist ein anderes Lebensgefühl“, sagt Leidel. Die Reisen in die ländlichen Regionen Chinas machen dem Umwelttechniker jedoch bewusst, welcher Wohlstand in Deutschland herrscht: „Wir leben hier wie im Schlaraffenland“, sagt er. Seiner Auffassung nach könnten Deutsche oder auch viele Europäer auf dem Land in China nicht mehr leben, mit den Verhältnissen nicht umgehen. „Kein Wasser oder keine Toilette im Haus zu haben ist für uns undenkbar. Für kurze Zeit geht das vielleicht, aber besonders lange nicht“, wie er selbst erlebt habe.

Gegensätze und Aufbruchstimmung

Neben den Gegensätzen erwähnt der 60-Jährige die besondere „Aufbruchstimmung“ in China, die er während seiner Reisen immer wieder wahrnahm. „Die Menschen leben in einer Diktatur. Trotzdem herrscht eine positive Stimmung. Die Menschen wollen sich selbst und das Land entwickeln. Das fängt in der Schule an und setzt sich bis in das Berufsleben fort“, so Leidel.

Am Mittwoch wird Leidel um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Hartha einen Fotovortrag mit seinen eigenen Impressionen vorstellen. Die Stadtbibliothek und Leidel hoffen auf großes Interesse seitens der Bürger. Es ist der erste Bürgervortrag dieser Art, den Leidel präsentieren wird. „Als Bürger der Stadt Hartha möchte ich die Stadtbibliothek auf diese Weise unterstützen. Aus diesem Grund nehme ich auch kein Honorar.“ Der Eintritt, welcher im Vorverkauf vier Euro und an der Abendkasse sechs Euro kostet, geht komplett an die Stadtbibliothek.

Von Maria Sandig

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