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Fragebögen flattern ins Haus

Regenwassergebühr Leisnig Fragebögen flattern ins Haus

Durchlesen ankreuzen, Regenwassergebühr zahlen: Ab Mitte August bekommen Grundstückseigentümer rund um Leisnig einen Fragebogen zu ihren Grundstücksverhältnissen zugesendet. Im Selbstauskunftsverfahren zur Niederschlagswassergebühr werden die

Flächen ermittelt. Wer nicht zurück schickt, hat unter Umständen Nachteile.

Regen: Wer ihn nicht auf dem Grundstück auffängt oder versickern lassen kann, zahlt Gebühren.

Quelle: dpa

Leisnig. Der Leisniger Abwasserzweckverband schaltet scharf: Die Schreiben für das Selbstauskunftsverfahren zur Niederschlagswassergebühr werden ab Mitte August versendet.

Post kommt von der beauftragten WTE Betriebsgesellschaft mbH aus Hecklingen. „Wir wollen und müssen den Bürger an der Flächenermittlung beteiligen“, sagt Michael Tecklenburg, Geschäftsführer des Abwasserverbandes.

Alles zum ankreuzen

Es solle sich niemand übervorteilt, aber auch nicht überfordert fühlen vom Verfahren der Flächenermittlung. Das vierseitige Schreiben sieht umfangreich aus. Das Wesentliche, der Fragebogen, ist gut verständlich. Der Grundstückseigentümer kann die Art des Daches ankreuzen, also ob es sich um ein normales oder ein Gründach handelt. Er kann er ankreuzen, ob das Oberflächenwasser über Kanal beziehungsweise Straße, eine Versickerungsanlage, Zisterne oder per Einleitung in ein Gewässer entsorgt wird. Auch für versiegelte Flächen wie Höfe oder Straßen kann das alles angekreuzt werden.

Lageskizze ist dabei

Zu dem Fragebogen wird eine Lageskizze mitgeschickt. Die betreffenden Flächen sind mit Nummern versehen, sie sich auf dem Fragebogen wiederfinden. So erkennt der Angeschriebene, um welche Fläche es sich handelt. Tecklenburg: „Es ist im Interesse des Kunden, also des Grundstückseigentümers, dass er sich das Schreiben durchliest und den Fragebogen ausgefüllt zurück schickt. Wenn sich jemand nicht äußert, gehen wir davon aus, dass unser Kenntnisstand den aktuellen Gegebenheiten auf dem Grundstück entspricht. Es kann sich jedoch in den vergangenen Jahren etwas geändert haben.“

Gesamtkosten dann gerechter verteilt

Das Unternehmen WTE habe derartige Projekte für andere Verbände bereits abgewickelt. Nach Tecklenburgs Worten ermöglicht dieses Vorgehen die größtmögliche Kundennähe. Ermittelt werden die grundstücksbezogenen Verhältnisse, weil sie ausschlaggebend sind für die Gebührenhöhe.

Bisher läuft es so: Der Gesamtaufwand für die Abwasserklärung über zentrale Anlagen, Kleinkläranlagen sowie Sammelgruben wird auf die einzelnen erhobenen Gebührenarten umgelegt. Der Kläraufwand für das Regenwasser wird bisher darauf ebenfalls mit verteilt. „Das ist ungerecht“, so Tecklenburg, „und auch so nicht mehr zulässig.“ Mit der verursachergerechten Erhebung der Niederschlagswassergebühr anhand der versiegelten Flächen müsse die Höhe der Schmutzwassergebühr demnach insgesamt sinken.

Von Steffi Robak

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