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Frank Hentzschel aus Pommlitz holt mit seinen Hasenkaninchen viele Preise

Frank Hentzschel aus Pommlitz holt mit seinen Hasenkaninchen viele Preise

Seit genau fünf Jahrzehnten prägt Frank Hentzschel maßgeblich die Kaninchenzucht in der Döbelner Region. Peter Perlitius, Zuchtwart des Rassekaninchenzüchter-Kreisverbandes Döbeln, krönte den Pommlitzer deshalb jüngst im Überschwang der Gefühle zum "Kaiser der Kreisschau", als er auf das Zuchtjahr 2011 zurückblickte.

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Frank Hentzschel mit sechs Wochen alten Hasenkaninchen. Mit dieser Rasse hat der Pommlitzer Züchter schon viele Erfolge auf Ausstellungen erzielt. Im vergangenen Jahr holte er sich beispielsweise den Deutschen Meistertitel. Jetzt hofft der 69-Jährige, dass er sogar noch Europameister werden kann.

Quelle: Wolfgang Sens

Döbeln. Der Superlativ ist in diesem Fall mehr als gerechtfertigt.

1953 als damals Zehnjähriger in den S 837 Döbeln-Pommlitz eingetreten, begann sich Frank Hentzschel acht Jahre später der Zucht verschiedener Rassen zu widmen. Von Anfang an war er überaus erfolgreich. Bereits von seiner ersten Kreisschau trat er stolz mit einem Pokal in der Hand die Heimfahrt an.

Erfolge, die auch damit zu tun haben, dass Frank Hentzschel die Kaninchenzucht quasi mit in die Wiege gelegt bekam. Die langohrigen Vierbeiner hatten es schon seinem Vater und dem Großvater angetan.

Frank Hentzschel begeisterte sich besonders für die Hasenkaninchen rotbraun. "Sie gefielen mir, und irgendwann habe ich mich dann auf ihre Zucht spezialisiert", so das S-837-Mitglied, in dessen Ställen pro Jahr etwa 40 Jungtiere der Sportrasse heranwachsen. Wobei Sportrasse bedeutet, dass sich die Tiere dieser Rasse anders als "normale" Kaninchen aufrichten, sobald man sie absetzt. "Sie richten sich auf ihren Vorderbeinen auf, und je besser sie sich den Preisrichtern zeigen, um so größer sind die Siegchancen", so Hentzschel, dessen Aussichten auf Erfolge in all den Jahren immer hoch waren.

Doch zu absoluter Zuchthochform ist der 69-Jährige im vergangenen Jahr aufgelaufen, in dem es ihm gelang, mit seiner Zuchtgruppe den Deutschen Meistertitel zu erlangen und noch dazu einen Bundessieger-Titel für den besten Rammler. "Ich hatte zwar schon mit einem guten Ergebnis geliebäugelt. Darüber aber, dass es so optimal geklappt hat, war ich dann doch mehr oder wenig überrascht", sagt Frank Hentzschel.

Wobei diese Zuchtleistung umso höher zu bewerten ist, als er sich mit seinen Tieren gegen 300 zum Teil hochkarätige "Konkurrenten" in dieser Rasse durchsetzen konnte. Fast logisch, dass sich der Pommlitzer Hasenkaninchenzüchter, dessen Pokalsammlung einen DDR-Meistertitel umfasst, im Vorjahr auch den Kreismeistertitel "erzüchten" konnte und dafür einen Landesverbandsehrenpreis erhielt.

Erfolge, von denen sein ebenfalls der Kaninchenzucht frönender Enkel Florian Krause selbstredend noch weit entfernt ist, gleichwohl er sich im Vorjahr mit seinen Zwergwiddern den Kreisjugendmeistertitel sichern konnte. "Er macht sich gut, wenngleich die jungen Leute naturgemäß viele andere Dinge im Kopf haben und sie entsprechend immer wieder animiert werden müssen, bei der Stange zu bleiben."

Absolut keine Gedanken, die Stange zu verlassen, sprich von der Kaninchenzucht abzulassen, hegt derweil der Großvater. Ganz im Gegenteil hat Frank Hentzschel noch einen großen Traum, der sich Mitte Dezember bei der in Leipzig stattfindenden Europaschau erfüllen könnte. "Meine drei Brüder sind ebenfalls erfolgreiche Züchter, aber einen Europameistertitel konnte von ihnen keiner erringen", schmunzelt Hentzschel, der hinsichtlich seiner Siegeschancen ein "gutes Gefühl" hat. "Wenn sich die Jungtiere weiterhin so gut entwickeln, könnte es mit dem Europameistertitel klappen", rechnet er sich aus. Roger Dietze

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