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Döbeln Freche Stifte verewigen sich im Zschaitzer Hort
Region Döbeln Freche Stifte verewigen sich im Zschaitzer Hort
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00:37 27.07.2015
Die Hortkinder "Freche Stifte" probierten sich gestern als junge Graffiti-Künstler aus: die bunte Wand wird künftig der Hingucker auf dem Kita- und Hortgelände sein. Quelle: Allner
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Unterstützt vom Graffitikünstler Frank Schäfer wurde aus der Hortgruppe "Freche Stifte" mal eben eine "Graffiti-Crew". Ausgestattet mit alten Sachen, Schutzbrillen, Mundmasken und unzähligen Farbdosen machten sich die Knirpse über eine ehemals graue Wand im Gartengelände her. Die hatte Hausmeister Berndt Lange in Vorbereitung extra mit einem hellen Lindgrün grundiert. Dort "wachsen" seit gestern Grashalme und Blumen - handgefertigt von Kindern der Klassen 1 bis 4 unterteilt in zwei Gruppen - aus dem Beton, erklärt Hortleiterin Evelin Winkler. Die ließ es sich nicht nehmen, selbst einmal Hand an den "neuen Blickfang" zu legen: "Na mal sehen, wie ich mich anstelle." Vor ihr hatte sich auch schon die Leiterin der Schmetterlingsgruppe Kristin Kunze versucht.

Robert, an dessen rechter Hand abzulesen war, dass er Grashalme ausgemalt hatte, erklärte: "Ich durfte schon mal sprayen, aber es ist trotzdem nicht so einfach. Die Kraft in den Fingern fehlt dafür, gleichzeitig die Dose zu halten und den Knopf zu drücken. Manchmal gibt's auch Flecke, das will man aber nicht." Der zehnjährige Goselitzer geht davon aus, dass "es besser klappt, wenn ich älter bin." Wacker hatte sich auch Lydia aus Zschaitz geschlagen. Die Siebenjährige hatte das erste Mal mit der Spraydose hantiert: "Ich werde meinen Eltern erzählen, was ich hier heute gemacht habe. Neben dem Spaß war es auch anstrengend, aber nur mein Daumen ist grün geworden." Die jungen Sprayer wussten von der Idee seit vergangener Woche und waren durchweg begeistert darüber, dass etwas für Kinder durch Kinder entsteht. Der Tenor: Das war super interessant und man konnte sich viel vom Graffiti-Profi abgucken.

Für den war es Neuland: "Ich habe die Formen vorgegeben, die Truppe machen lassen und nachgebessert", so Frank Schäfer. Über das Motiv der Blumenwiese sagte er: "Das passt hervorragend in eine Kita. Auch, dass sie ihr Werk quasi selber und gemeinsam schaffen. Die Strukturen waren den Mini-Künstlern vorzugeben, da es ihnen noch an Erfahrung mangelt." Das Material werde übrigens aus der Altstoffkasse bezahlt, so Evelin Winkler ergänzend.

Die nächsten Wochen stehen im Hort weiterhin Sport, Spiel, eine Waldwoche und der Besuch der Tischlerei Pilz auf dem Programm. Und eventuell wird noch ein Abstecher zu einem ortsansässigen Imker unternommen.

Natasha Allner

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