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Döbeln Freispruch nach Kellereinbruch in Waldheim
Region Döbeln Freispruch nach Kellereinbruch in Waldheim
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16:23 09.08.2016
Eine 25-Jährige war jetzt am Amtsgericht Döbeln wegen einem Kellereinbruch angeklagt. Quelle: Wolfgang Sens
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Döbeln/Waldheim

Hat sie nun aus dem Keller etwas mitgehen lassen oder hat sie nicht? Dieser Frage versuchte Richterin Magdalena Richter am Amtsgericht Döbeln im Verfahren gegen Stefanie H. auf den Grund zu gehen. Die 25-Jährige war jetzt wegen Diebstahls in besonders schwerem Fall angeklagt. Ein Kellereinbruch vom Sommer 2014 wurde ihr zur Last gelegt. Gemeinsam mit ihr Freundin Daniela W., von ihren Freunden „Ela“ genannt“, soll Stefanie H. den Keller eines Mieters in einem Wohnhaus in der Waldheimer Goethestraße aufgebrochen haben. Neben Bierflaschen sollen die Mädchen dabei auch Malerwerkzeug, eine Luftpumpe, einen Nusskasten, ein hölzernes Schuhregal und eine Vierklangfanfare im Gesamtwert von etwa 150 Euro gestohlen haben, so der Tatvorwurf in der Anklageschrift. Da sich die junge Frau zu den Anschuldigungen nicht äußern wollte, hatte das Gericht ihre Freundin Daniela W. als Zeugin geladen. Die sitzt derzeit in der Justizvollzugsanstalt Chemnitz für einige Zeit wegen diversen Straftaten ein. Neben dem Kellereinbruch stehen auch Drogendelikte und illegaler Waffenbesitz auf ihrem Kerbholz. In den Gerichtssaal wird sie mit Hand- und Fußfesseln gebracht.

An den besagten Abend in ihrer Wohnung in Waldheim erinnert sich die Zeugin nicht mehr hundertprozentig. „Wir haben meinen Geburtstag gefeiert und hatten Alkohol getrunken und Drogen genommen“, so die 26-Jährige. Sie habe zu vorgerückter Stunde etwas aus ihrem Keller etwas holen wollen, als sie feststellte, dass ihr Keller und der eines unliebsamen Nachbarn ein fast baugleiches Schloss hatten. „Ich habe dann das Schloss aufgebrochen und weiß noch, dass ich die Bierflaschen des Nachbarn ausschütten wollte und mein Schloss davor hing. Ich stellte mir sein Gesicht vor, wenn er früh morgens in seinem Keller keine Brühe mehr vorfindet“, schildert Daniela W.. Ob ihre Freundin Stefanie H. den fremden Keller betreten oder etwas mitgenommen hat, daran konnte sie sich nicht sicher erinnern. „Wir haben Geburtstag gefeiert. Warum hätten wir Werkzeug und Malersachen in meine Wohnung schleppen sollen“, erklärt sie.

Die Staatsanwaltschaft beantragt nach der Zeugenvernehmung für Stefanie H. einen Freispruch aus Mangel an Beweisen für ihre mutmaßliche Mittäterschaft an dem Kellereinbruch. Richterin Magdalena Richter folgte dem Antrag und sprach Daniela H. frei, während die Zeugin wieder ins Chemnitzer Frauengefängnis einfuhr.

Von Thomas Sparrer

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