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Döbeln Freistaat in Hartha in der Pflicht: Haus in Goethestraße bekommt festen Stand
Region Döbeln Freistaat in Hartha in der Pflicht: Haus in Goethestraße bekommt festen Stand
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00:37 13.04.2018
Der Freistaat wird in Hartha aktiv: Das Zentrale Flächenmanagement Sachsen hat das landeseigene Grundstück in der Goethestraße 10 absichern lassen. Quelle: Foto: Manuel Niemann
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Hartha

Gerüste prägen erneut das Bild in der Goethestraße. Während nebenan privat umgebaut wird, wurde in der Nummer 10 der Freistaat tätig. Genauer, das Zentrale Flächenmanagement Sachsen (ZFM) hat das Grundstück absichern lassen. „Wir wurden von der Stadt Hartha auf mögliche Verkehrsrisiken, die von der Gebäudesubstanz ausgehen können, hingewiesen. Daraufhin wurde das Gefährdungspotenzial überprüft und die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen eingeleitet“, teilt Dieter W. Ruf, stellvertretender Geschäftsführer des Staatsbetriebs, auf Anfrage mit.

2017 musste Haus 6 abgerissen werden

Wiederholt sich hier die Geschichte ähnlich wie im vergangenen Jahr beim Haus Nummer 6? Das Landratsamt musste das damals wegen Baufälligkeit abreißen lassen, weil der Eigentümer sich nicht um Sicherungsarbeiten bemühte.

Stadt hatte Sicherheitsbedenken

Harthas Bau- und Ordnungsamtsleiter Ronald Fischer bestätigt auch hier, dass es in der Vergangenheit immer wieder Beschwerden für Haus 10 gab: So wirkten sich Dachschäden auf die Nachbargrundstücke aus. Gefahr ging für die Öffentlichkeit und den Verkehr von abbröckelnden Fassaden- und Dachteilen aus. Daher sei das ZFM informiert worden.

Haus wird gesichert, nicht abgerissen

Das sichert das Gebäude jetzt, abgerissen werde es jedoch nicht, so der stellvertretende ZFM-Geschäftsführer Ruf. Um die Gefahr abzuwehren, die derzeit vom Gebäude ausgehe, sei es ausreichend, die nordwestliche Gebäudeecke zu sichern. „Die restliche Bausubstanz ist solide“, erklärt er. Im Bereich der nordwestlichen Ecke sei hingegen die Standsicherheit gefährdet. „Aus diesem Grund sollen das Gebäude sowie der Dachbereich gesichert werden“, beschreibt er.

Freistaat Grundstücksbesitzer dank Erbschaft

Doch warum ist das Land überhaupt zuständig? „Der Freistaat hat die Immobilie geerbt. Sie war Teil eines Nachlasses und die gesetzlichen Erben haben die Erbschaft ausgeschlagen.“ In diesem Fall erbe das Bundesland, in dem der Verstorbene zuletzt gewohnt habe, erklärt er.

Überschuldung erschwert Verkauf

Gab es Interesse seitens der Stadt das Grundstück zu erwerben? Bauamtsleiter Ronald Fischer verneint, da Hartha keine Wohnimmobilien mehr vorhalte. Aus dem ZFM heißt es dazu, wenn die Stadt Interesse habe, sei man gern bereit, die Immobilie zu übereignen. Allerdings sei sie überschuldet. Das heißt, die Verbindlichkeiten, die auf ihr lasten, übersteigen ihren Wert. Vor einem Verkauf oder einer Übereignung, müsste mit den Gläubigern über eine Ablöse verhandelt werden.

Von Manuel Niemann

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