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Döbeln Freiwillige vor: Roßwein soll schöner werden
Region Döbeln Freiwillige vor: Roßwein soll schöner werden
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15:57 26.02.2018
Am 17. März soll die Muldepromenade in Roßwein in einer ersten Aktion verschönert werden. Dafür können sich Freiwillige, denen ein schöneres Roßwein am Herzen liegt, ab 8.30 Uhr am Stadtbad einfinden. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Rosswein

Einen Verschönerungsverein wird es in Roßwein so schnell wahrscheinlich nicht geben. Im jüngsten Zukunftsforum ist die Idee des Bürgermeisters diskutiert worden – ohne konkretes Ergebnis. Immerhin ist aber ein Termin für einen großen gemeinschaftlichen Frühjahrsputz gefunden worden, an dem sich jeder Roßweiner beteiligen kann. Am 17. März, ab 8.30 Uhr, geht es los. Dann soll erst einmal die Muldepromenade ausgehend vom Treffpunkt am Stadtbad verschönert werden.

Mit leuchtenden Augen hatte Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) seine Vorstellung von einem Verein beziehungsweise einer Initiative vorgebracht, die sich wie in Waldheim oder auch Hartha speziell um die Pflege und Verschönerung der Heimatstadt kümmert. Gern brachte er das Beispiel des Wanderpilzes auf dem Hartenberg an, der vom früheren Roßweiner Verschönerungsverein als Hinterlassenschaft geblieben ist. Bis 1948 war der Verein aktiv.

Einen solchen wiederaufleben zu lassen, dazu konnte sich im Zukunftsforum allerdings niemand wirklich begeistern. Hin und her wurde das Für und Wider einer extra Initiative diskutiert. Als problematisch wurde die Verbindlichkeit erachtet, die ein Verein mit sich bringe – Beiträge zahlen, und dafür auch noch selbst arbeiten – dass sich für einen solchen Zweck Freiwillige finden und auch noch jüngere Leute, wurde stark angezweifelt. Außerdem habe man ja das Zukunftsforum, über das man Projekte steuern könne. Dass es genug Ecken in Roßwein gibt, in denen Hand angelegt werden könnte und müsste, darüber war man sich schließlich trotzdem einig. Allerdings seien diese so vielschichtig, dass man am besten zielgruppenorientiert arbeiten müsste, wie Kay Hanisch vorschlug, um tatsächlich Leute hinter dem Ofen vorzuholen. Denn Eltern wären sich er eher bereit, sich für die Aufhübschung eines Spielplatzes zu engagieren als vielleicht für Wanderwege auf dem Hartenberg. Dafür wiederum könnte man wahrscheinlich eher ältere Einwohner der Stadt gewinnen. Dennoch müsse es jemanden geben, der solche Dinge in die Hand nimmt und organisiert, insistierte Veit Lindner. Immer wieder schaute er dabei auch in Richtung Günter Zeugfang, der mit seiner Helfergruppe vor allem auf dem Hartenberg bereits jede Menge ehrenamtliche Arbeit leistet.

Doch Roßwein bestehe ja nicht nur aus dem Hartenberg, auch wenn es auf dem zweifelsohne noch immer viel zu tun gibt. Eberhard Hall, der in der Vergangenheit bereits eine Auflistung mit Schandflecken im Roßweiner Stadtgebiet erstellt hat, bot an, diese für mögliche Aktionen zur Verfügung zu stellen. Auf der Suche nach einem ersten Projekt, zu dem die Roßweiner aufgerufen werden könnten, und das möglichst viele interessiert, einigte man sich im Forum schließlich auf die Muldepromenade.

Die soll zum Start in den Frühling zwischen der roten Fußgängerbrücke Am Stollen sowie der blauen Fußgängerbrücke am Jugendclub und dem Lindenhofparkplatz verschönert werden: Wildwüchse an Hecken und Sträuchern sollen verschnitten, Müll eingesammelt werden. Werkzeug kann mitgebracht werden, sei aber auch im Lager des Bauhofes vorhanden. Treffpunkt ist am Stadtbad und die Arbeitseinteilung erfolgt vor Ort. Außerdem werde man natürlich als Stadt auch für eine kleine Stärkung sorgen, wie Bürgermeister Veit Lindner zusicherte. Er wünscht sich, dass möglichst viele Bereitwillige mitmachen bei dieser ersten Verschönerungsaktion, auf die hoffentlich weitere folgen. „Vielleicht gelingt es ja, bei diesem Treffen bereits eine Verabredung für einen nächsten Einsatz abzusprechen.“ Ideen können auf jeden Fall immer gesammelt werden – und entweder am 17. März mit zum Muldeufer gebracht oder vorher in der Stadtverwaltung abgegeben werden.

Von Manuela Engelmann

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