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Döbeln Friederikes Nachwehen: Das Aufräumen in Hartha dauert an
Region Döbeln Friederikes Nachwehen: Das Aufräumen in Hartha dauert an
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00:33 06.04.2018
Bis gestern kein Durchkommen: Günter Roßberg zeigt die beschädigte Eingangstür in der Hartharena, die Sturm Friederike zerstörte. Quelle: Manuel Niemann
Hartha

Die Schäden, die Sturmtief Friederike Mitte Januar hinterlassen hat, beschäftigen die Harthaer immer noch:

Die mächtigen Wurzelballen wurden in Steina kurzerhand zurückgeklappt. Quelle: Sven Bartsch

Im Ortsteil Steina griff der Landwirtschaftsbetrieb Kutscher & Partner der Stadt unter die Arme und beseitigte jüngst einige der mächtigen Baumriesen, die der Sturm entlang der Schlumper leichthin umgepflügt hatte. Sie wurden zerlegt und das verbliebene Wurzelwerk zurückgeklappt.

Crosslauf kann nicht im Stadtwäldchen stattfinden

Anders das Bild im Stadtwäldchen: Das ist auch weiterhin gesperrt. Dort liegen Bäume noch quer, Absperrbänder und Hinweisschilder warnen vor dem Betreten. Grund für Stadtrat Ronny Walter (CDU) in der jüngsten Stadtratssitzung nachzuhaken, ob die Crossstrecke im Wäldchen wieder hergerichtet wird. Sein Verein Jugend aktiv Harthe möchte dort Anfang Mai wieder einen Lauf ausrichten. „Das wird nicht möglich sein, dass er dort stattfinden kann“, weiß Walter jetzt. „Weshalb wir mit dem Verein nun eine andere Location für den suchen.“ Denkbar sei, am 5. Mai auf den Stadtpark auszuweichen und dort einen geeigneten Parkours einzurichten.

Friederike wütete auch an der Hartharena

Nicht nur am Stadtwäldchen flattert rotweiß gestreiftes Gefahrenabsperrband, auch in der Hartharena sicherte solches bis zum Dienstagmorgen noch einen Ausgang. Auch hier waren keine Vandalen am Werk, sondern das Sturmtief vor fast drei Monaten.

Der Tür zum Verhängnis wurde, dass sie im Notfall immer nach außen zu öffnen sein muss. „Wir wissen nicht genau, wie es passiert ist“, sagt Günter Roßberg, Leiter des städtischen Kultur- und Sportbetriebs. „Die Türen lassen sich von innen prinzipiell als Fluchtwege öffnen.“ Denkbar sei, dass jemand die Halle verlassen habe und die Türe dabei nicht richtig schloss oder auch ein offenes Fenster für Durchzug sorgte.

Wetterfest dank Tischlerei

Auf jeden Fall habe ein Spalt ausgereicht, damit Friederike ihre zerstörerischen Kräfte ansetzen konnte: Die Tür wurde mit Gewalt aufgerissen und knallte dabei so stark an den Anschlag, dass der Rahmen sich verzog und letztlich brach. Zu Bruch ging dabei auch das Glas. Provisorischen Ersatz bekam Roßberg aus einer Nauhainer Tischlerei, mit er bereits zusammengearbeitet und gute Erfahrungen gemacht hatte. Bis zum Osterwochenende sicherte eine wetterfeste Platte – angepasst auf das angebrochene Aluminiumprofil – die Halle.

Weithin offen: Am Dienstagmorgen begannen die Arbeiten zum Wechsel der Tür. Quelle: Manuel Niemann

Türwechsel am Dienstag

Eine Übergangslösung bis die Freigabe der Versicherung kam, den Schaden zu übernehmen. Ebenso musste erst eine Firma gefunden werden, die die Systembauteile neu anfertigen konnte: „Das ist kein Bauteil, das im Baumarkt in der Ecke steht“, erklärt Roßberg. Nachdem ein Termin in der Woche vor Ostern kurzfristig abgesagt wurde, konnten die Arbeiten am Dienstag dann starten.

Von Manuel Niemann

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