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Friki Döbeln: Neue Produkte und 30 neue Jobs

Friki Döbeln: Neue Produkte und 30 neue Jobs

600 000 Euro in Maschinen und Anlagen wurden in den letzten Wochen bei der Friki Geflügel GmbH im Gewerbegebiet Döbeln-Ost investiert. Seit 14 Tagen werden damit pro Woche 80 Tonnen Wurstwaren zusätzlich produziert.

Nach dem Abfüllen, Kochen und Räuchern werden die zarten Geflügelwiener hier wieder aus dem Kunstdarm gepellt, um dann frisch verpackt als Geflügelwiener in Eigenhaut in die Regale von Netto, Kaufland und Co. zu kommen. 135 Mitarbeiter arbeiten bei Friki in den auf zwei Grad Kälte gekühlten, hochreinen Produktionshallen.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Hintergrund des deutlichen Produktionszuwachses beim Döbelner Geflügelverarbeitungsbetrieb sind Umstrukturierungen in der Plukon Food Group, dem holländischen Mutterunternehmen von Friki. Das Unternehmen hat vier Unternehmen der Firmengruppe Stolle übernommen und in die Plukon Food Group Deutschland integriert. Friki in Döbeln, als einziger Fleisch- und Wurstproduzent unter den jetzt 13 Betrieben der Gruppe in Deutschland, profitiert von dieser Umstrukturierung. Denn die Fleisch- und Wurstverarbeitung eines Schlacht- und Verarbeitungsbetriebes bei Kassel wurde nach Döbeln verlagert. Dort wird im Gegenzug die Schlachtung und Frischfleischherstellung ausgebaut. Die Frischfleischproduktion wurde von Döbeln an andere Schlachtbetriebe des Unternehmens ausgelagert.

"Es waren in den letzten Wochen einige erhebliche Anstrengungen notwendig, um die neuen Maschinen und Anlagen in Betrieb zu nehmen. Das ist uns Dank der Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter gut gelungen", lobt der Döbelner Betriebsleiter Frank Grundl seine Mannschaft. Investiert wurde in Kühlanlagen, Rauch- und Kochkammern für die Geflügelwürste. Dazu können mit zwei nagelneuen Abfüllmaschinen 1000 Würstchen pro Minute befüllt werden. Zu 80 Prozent wird dabei in Kunstdarm abgefüllt. Die Würstchen werden dann gekocht und geräuchert und nach dem Abkühlen wieder geschält, um als Würstchen in Eigenhaut auf den Markt zu kommen. Ansonsten werden bei Geflügelwienern die Saitlinge vom Schaf verwendet. Schweinedarm kommt nicht zum Einsatz. Denn ein 70prozentiger Anteil der neuen Wurstproduktion geht an türkische Märkte in Deutschland. Ansonsten bedient Friki neben dem deutschen Markt auch Großbritannien, Belgien und Österreich mit frischen Geflügelwurstprodukten. 60 Prozent der Waren kommen unter dem Markennamen Friki in den Handel, zehn Prozent als Eigenmarken von Rewe, Netto und Co. 30 Prozent bekommen türkische Etiketten und haben das Halal-Zertifikat (für Muslime rein). Selbst die Schlachtanlagen in den Schlachtbetrieben sind dafür extra nach Mekka ausgerichtet.

"Durch diese große Produktionspalette sind wir sehr breit aufgestellt und zuverlässiger Arbeitgeber in der Stadt", so der Betriebsleiter. Dank der Umstrukturierung konnten in diesem Jahr alle für die Grillsaison von April bis Ende August eingestellten Saisonkräfte fest eingestellt werden", so Frank Grundl. 135 Mitarbeiter erwirtschaften in Döbeln 45 Millionen Euro Jahresumsatz.

 

 

Friki produziert und investiert seit 2002 im Gewerbegebiet Döbeln-Ost.

Das Mutterunternehmen Plukon ist mit einem Jahresumsatz von 1,2 Mrd. Euro Europas größter Geflügelschlachter und Verarbeiter. 500 Millionen Euro Umsatz macht die Deutsche Plukon davon.

130 Tonnen Geflügel-Fleisch- und Wurstwaren werden pro Woche in Döbeln hergestellt. In der Grillsaison mehr als 200 Tonnen pro Woche. Allein in dieser Saison brachte Friki 2300 Tonnen Grillgut auf deutsche Ladentheken. Am Betrieb existiert ein Werksverkauf, in dem es auch die neuen Produkte zum Probieren gibt.

Thomas Sparrer

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