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Döbeln Frühjahrsputz dauert das ganze Jahr
Region Döbeln Frühjahrsputz dauert das ganze Jahr
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23:00 26.11.2013
Groß Saubermachen: Die OEWA-Mitarbeiter reinigen die Trinkwasserbehälter - damit die Trinkwasserqualität stets bestens ist. Quelle: OEWA/Frank Schmidt

Noch einmal 13 Wasserspeicher. Die letzten für dieses Jahr.

Roland Hammer ist Gruppenleiter Trinkwasser für den Bereich Oschatz in der Niederlassung Döbeln der OEWA Wasser und Abwasser GmbH. Außerdem kümmert er sich darum, dass jeder einzelne Wasserspeicher regelmäßig gereinigt wird. Und das sind eine Menge: "Wir sind nicht nur in der Niederlassung Döbeln im Einsatz, sondern auch in Grimma und im Erzgebirgsbad Thalheim."

Ein enormer organisatorischer Aufwand: Immerhin gibt es nur drei Mit­arbeiter, die für diese Tätigkeit besonders geschult sind. Unabhängig von seiner Größe ist jeder Speicher im Gebiet des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz alle zwei Jahre an der Reihe. "Trinkwasser", schildert Hammer, "ist ein Lebensmittel, und nicht ohne Grund sagt man, kein anderes Produkt wird so häufig und ­intensiv kontrolliert. Die ­hygienischen ­Anforderungen sind hoch. Auch, was die Speicheranlagen angeht." Die größte steht in Döbeln. Der Hochbehälter "Holländer" kann in seinen zwei Kammern bis zu 4 500 Kubikmeter Wasser aufnehmen. Insgesamt gibt es 44 Behälter im Versorgungsgebiet. Der kleinste mit einem Fassungsvermögen von etwa 50 Kubikmetern im Wasserwerk Großböhla.

Bevor die OEWA-Putzkolonne in so einen Behälter steigt, muss der komplett leer sein. Das Trinkwasser wird vorher allmählich ins Netz abgegeben, damit die Verluste so gering wie möglich ausfallen. Dann hüllen sich Hammers Spezialisten in einen schneeweißen Schutzanzug - das Gesicht bleibt frei. Als Arbeitsutensilien genügen ihnen ein Schrubber mit Teleskopstab und ein Wasserschlauch mit Düse. Damit sie bei ihrer Tätigkeit nicht komplett im Dunkeln tappen, spendet eine spezielle Beleuchtungsanlage die nötige Helligkeit.

Am Ende eines Arbeitstages müssen die OEWA-Mitarbeiter ihr Werk beendet haben. Der Speicher wird - nachdem er gereinigt und desinfiziert ist - wieder befüllt, und das Gesundheitsamt nimmt eine Wasserprobe, um die Qualität zu begutachten. "Jeder Behälter", weiß Hammer, "ist anders." Der eine großzügig, der andere beengt; der eine neueren Baujahrs, der nächste ziemlich betagt. "Es gehört zu unserer Arbeit, auch den allgemeinen Zustand der entleerten Speicher zu begutachten", informiert Roland Hammer. Armaturen und Einbauteile, Be- und Entlüftung, Dichtigkeit - alles hat die Putzkolonne im Blick. Auch im nächsten Jahr wieder.

nga

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