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Frust am Bus: Ließ Fahrer Gymnasiasten in Hartha stehen?

Schülerverkehr Frust am Bus: Ließ Fahrer Gymnasiasten in Hartha stehen?

Nur die Rücklichter haben Gymnasiasten neulich an der Haltestelle Weststraße in Hartha vom Bus gesehen, sagt die Elternsprecherin einer 12. Klasse. Der mittelsächsische Verkehrsbetrieb Regiobus hat den Fahrer der betreffenden Busses gefragt. Der habe sich an den Fahrplan gehalten.

Nur die Rücklichter haben Gymnasiasten neulich an der Haltestelle Weststraße in Hartha vom Bus gesehen, sagt die Elternsprecherin einer 12. Klasse. Der mittelsächsische Verkehrsbetrieb Regiobus hat den Fahrer der betreffenden Busses gefragt. Der habe sich an den Fahrplan gehalten.

Quelle: Archiv

Hartha.

„Ein Schüler, der bereits im Bus war, bat den Busfahrer, seine Mitschüler noch reinzulassen. Eine Schülerin klopfte noch an der Tür. Ohne Chance. Eine weitere versuchte daraufhin den Bus von vorn aufzuhalten. Aber er fuhr einfach um diese herum. Zu dem Schüler im Bus sagte der Fahrer, dass er seine Zeiten einhalten müsse. Es waren aber nach Aussage der Schüler sogar noch zwei Minuten vor planmäßiger Abfahrt Zeit“, schreibt Silke Friedrich, Elternsprecherin des Leistungskurses Englisch, 12. Klasse des Martin-Luther-Gymnasiums Hartha, in einem Brief an den Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS). Der wiederum bedauert die Unannehmlichkeiten und bittet Silke Friedrich und die Schüler um Entschuldigung. Der VMS verweist Silke Friedrich mit ihrem Anliegen aber an Regiobus Mittelsachsen, um das Problem zu klären. Regiobus gehört mehrheitliche dem Landkreis Mittelsachsen und fährt den Linien- und Schülerverkehr in Mittelsachsen.

Elternsprecherin sagt: Probleme bestehen seit Jahren

Vom Ärger an der Haltestelle erfuhr Elternsprecherin Friedrich von ihrer Tochter. „Die Schüler laufen immer zur Weststraße, wenn sie Zeit haben, damit sie eher in den Bus einsteigen können“, sagt Silke Friedrich. Erst jüngst hat es nach ihren Worten einen ähnlichen Vorfall gegeben. Davon hat sie aber nur durch Dritte erfahren. Darum hat sie sich in dieser Angelegenheit auch noch nicht beschwert. „Für die Geschichte Ende August habe ich dagegen meine Tochter als Augenzeugin. Ich glaube ihr das“, sagt Silke Friedrich. Die Zwölftklässlerin hat sogar auf die Uhr gesehen und demnach war der Bus zwei Minuten zu früh an der Haltestelle, sagt ihre Mutter. Elternsprecherin ist sie schon seit einigen Jahren. Und hat in dieser Zeit schon einigen Trouble mit dem Schülerverkehr mitbekommen. „Es betrifft eigentlich immer denselben Fahrer“, sagt sie.

Regiobus sagt: Fahrer ist pünktlich abgefahren

Gegenüber der Elternsprecherin hat sich Regiobus bis Montagmittag noch nicht gemeldet. Die DAZ erreichte der Anruf des Verkehrsunternehmens am Montagnachmittag. „Wir haben den Vorgang ins Haus bekommen und geprüft“, sagt Sven Pönitz, Marketingchef bei Regiobus. Demnach habe der betreffende Fahrer eine Stellungnahme abgegeben. „Er ist laut Fahrplan pünktlich abgefahren, hat noch mal gestoppt, um noch ein paar Schüler aufzunehmen und ist dann wieder losgefahren“, sagt Sven Pönitz. „Uns wundert nur, warum die Schüler nicht direkt am Gymnasium an der Haltestelle Nordstraße einsteigen. Weshalb sie bis zur Weststraße laufen, erschließt sich uns nicht“, sagt der Regiobus-Marketingchef. Freilich stehe es den Gymnasiasten frei, wo sie in den Bus einsteigen. Aber vom Gymnasium bis zur Haltestelle Weststraße sind es rund 850 Meter, während die Haltestelle Nordstraße nur etwa 200 Meter entfernt und damit direkt vor der Schulpforte liegt. Möglicherweise ist den Schülern an dieser Busstation einfach zu viel los und sie haben die Hoffnung, noch einen Sitzplatz zu ergattern, wenn sie an der Weststraße einsteigen.

Silke Friedrich wird nun extra Post vom Busunternehmen des Landkreises mit deren Stellungnahme bekommen. Sie wird mit dem Schülerverkehr wohl bald nichts mehr zu tun haben, wenn ihre Tochter das Abi in der Tasche hat. Die jüngeren Jahrgänge aber schon.

Von Dirk Wurzel

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