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Döbeln Führungswechsel an der Spitze der Döbelner Kreissparkasse
Region Döbeln Führungswechsel an der Spitze der Döbelner Kreissparkasse
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09:54 15.03.2017
Eigenständig und erfolgreich ist die Kreissparkasse Döbeln mit Sitz am Erich-Heckel-Platz. Jetzt steht ein Führungswechsel bevor.  Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

 Bei der Kreissparkasse Döbeln geht in den nächsten Wochen eine Ära zu Ende. Vorstandschefin Reingard Pöhnitzsch plant den Wechsel in den Ruhestand. Am 3. Mai wird sie 65.

Der Verwaltungsrat der Kreissparkasse Döbeln hat auf seiner Sitzung im Dezember die Personalie bereits verhandelt und in erster Runde eine Nachfolgeregelung beschlossen. So wird es innerhalb der Kreissparkasse eine hausinterne Nachfolgeregelung und damit keinen neuen Vorstand von außen geben. Nach Informationen der DAZ wird Reingard Pönitzschs Stellvertreter im Vorstand Uwe Krahl an die Spitze rücken. Thomas Gogolla (43), der das Firmenkundengeschäft der Kreissparkasse leitet und auf der nächsten Ebene als ständiger Vertreter des Vorstandes tätig war, wird nun zweiter Mann im Vorstand des regionalen Kreditinstitutes. Die Personalie liegt zur formellen Eignungsprüfung bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. In der nächsten Verwaltungsratssitzung wird die Sache dann zum zweiten Mal beschlossen.

Thomas Gogolla, Reingard Pöhnitzsch und Uwe Krahl (v.li.) Quelle: Frank Liebke/DAZ

Reingard Pöhnitzsch wechselte im Oktober 1996 von der Sparkasse in Riesa in den Vorstand der Kreissparkasse Döbeln. Am 1. April 1998 wurde sie zur Vorstandsvorsitzenden berufen. Seitdem führt sie die Kreissparkasse Döbeln mit fester Hand überaus erfolgreich und entwickelte sie zu einem innovativen, leistungsstarken Kreditinstitut mit einer Bilanzsumme von 837 Millionen Euro und aktuell 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Im Ranking der Sparkassen in Deutschland und Sachsen belegt die Kreissparkasse seither immer vordere Plätze. 2004 und 2014 legte die Kreissparkasse sogar Rekordergebnisse vor. Reingard Pöhnitzsch ist es auch mit zu verdanken, dass die Kreissparkasse Döbeln eigenständig blieb und sich den Sachsenbankplänen der sächsischen Landesregierung Ende der 1990-er Jahre entzogen hat. Anders als die Sparkasse Mittelsachsen, die zur Sachsen-Finanzgruppe mit mehreren Anteilseignern gehört, kann die Sparkasse Döbeln so einen Teil ihres Gewinns in der Region an den Landkreis Mittelsachsen direkt ausschütten, der immer noch  ihr Träger ist. Das bringt dem Landkreis durchschnittlich eine halbe Million Euro ein. So hoch ist die jährliche Gewinnausschüttung an den Träger. Einen Teil des Gewinns legt das Kreditinstitut selbst auf die hohe Kante, führt diese Summe ihrer Sicherheitsrücklage zu. Mit einem anderen Teil des Gewinnes werden Vereine, Kultur und Initiativen im Altkreis Döbeln unterstützt.

Nachfolger Uwe Krahl (54) arbeitet seit März 2000 an Reingard Pöhnitzschs Seite im Sparkassenvorstand. 1997 kam er zur Kreissparkasse Döbeln. Seit 1997 arbeitet auch Thomas Gogolla (43) bei der Kreissparkasse Döbeln. Er verantwortete bisher das Firmenkundengeschäft und war ständiger Vertreter der beiden Vorstandsmitglieder.

Dem Verwaltungsrat der Kreissparkasse Döbeln gehören die Kreisräte Hans-Joachim Egerer, Steffen Blech, Gunter Weber, Sven Liebhauser (alle CDU), Peter Krause (Linke), Axel Buschmann (SPD), Ulrich Kuhn (CDU) und Michael Heckel (SPD) sowie der Unternehmensberater Heiner Hellfritzsch, der Wirtschaftsprüfer Jürgen Vogel, der Ruheständler Werner Busch und fünf Arbeitnehmervertreter der Sparkasse an.

Von Thomas Sparrer

Richtigstellung

In einer früheren Fassung dieses Artikels vom 08.03.2017 wurde unter: „Führungswechsel an der Spitze der Döbelner Kreissparkasse“ behauptet: „Anders als die Sparkasse Mittelsachsen kann die Sparkasse Döbeln so einen Teil ihres Gewinns an den Landkreis Mittelsachsen ausschütten, der ihr Träger ist. (…) Einen Teil des Gewinns legt das Kreditinstitut selbst auf die hohe Kante, führt diese Summe ihrer Sicherheitsrücklage zu. Mit einem anderen Teil des Gewinnes werden Vereine, Kultur und Initiativen im Altkreis Döbeln unterstützt. Die andere Sparkasse im Kreis, deren geografisches Geschäftsgebiet sich über die Altkreise Mittweida und Freiberg erstreckt, gehört noch immer zur Sachsen-Finanzgruppe und kann das alles nicht.“ Hierzu stellen wir fest, dass auch die Sparkasse Mittelsachsen Gewinnausschüttungen an Ihren Träger leistet, Sicherheitsrücklagen bildet und Vereine, Kultur und Initiativen fördert. Hier sollte lediglich der Unterschied in der Trägerschaft - Landkreis gegen Finanzgruppe - betont werden.

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