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Döbeln Fünf-Gänge-Menü: Kräuterkochkurs lockt Hobbyköche nach Altzella
Region Döbeln Fünf-Gänge-Menü: Kräuterkochkurs lockt Hobbyköche nach Altzella
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09:56 25.07.2016
Cosima und Eric Curth aus Dresden backten Kräuterfaltenbrot als Beilage. Quelle: Sebastian Fink
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Altzella

Drückende Hitze, schwüle Luft – da ist leichte Küche gefragt. So dachten auch elf Hobbyköche aus ganz Sachsen und meldeten sich für Sonnabend zum Kräuter-Kochkurs bei Kräuterfachfrau Koreen Vetter an. Die 41-Jährige mit dem ungewöhnlichen Vornamen ist die Herrin über den Altzellaer Kloster-Kräutergarten und hat diesen in den vergangenen Jahren nicht nur in einen Zustand versetzt, der den Zisterziensern zur Ehre gereicht hätte, sondern inzwischen auch eine große Küche im bäuerlich-modernen Stil, in der sie kulinarisch Interessierten die Vorteile frischer Kräuter im Essen näher bringt.

Doch vor dem Kochen kommt das Ernten. Nach einer Einführung in den Kräutergarten teilt Vetter die Teilnehmer in Gruppen ein, die sich jeweils um einen Gang des Menüs kümmern sollen. Cosima und Eric Curth aus Dresden machen Kräuterfaltenbrot als Beilage und haben sichtlich Spaß am Teig ausrollen. Dabei sollten die einzigen beiden Männer im Kurs zunächst noch für den als Getränk servierten Kräutersmoothie abgestellt werden. „Da können sie nicht viel verkehrt machen“, so der Kommentar aus der Damenrunde, der für einige Erheiterung sorgt.

Auf Kräuterjagd geht stattdessen Simone Kloppe aus Oschatz. „Sie hofft auf neue Erkenntnisse für die heimische Küche. „Ich möchte gesünder kochen und das nutzen, was die Natur uns bietet, vor allem für meine Kinder“, sagt sie. Einiges hat sie an diesem Vormittag schon erfahren, zum Beispiel dass Spitzwegerich direkt auf Mückenstiche gerieben das Jucken verschwinden lässt und dass man Schafgare und jungen Löwenzahn direkt von der Wiese pflücken und in der Küche weiterverwenden kann.

Die Vorspeise an diesem Tag bereiten Angelika Herr aus Weinböhla und Beate Dörner aus Gleisberg zu. Es gibt mediterrane Zucchini-Röllchen, für die das Gemüse in feinste Streifen geschnitten werden muss. Sie bilden das schmackhafte Vorspiel zu einer Kräuterquiche mit allem, was derzeit wächst: Romanescu, Kirschtomaten, Basilikum. Nachtisch soll ein Kirsch-Gugelhupf werden.

Koreen Vetter ist begeistert vom Interesse an ihren Kochkursen. Oft muss sie Interessenten abweisen. Am kommenden Sonnabend geht es übrigens wieder um leichte Sommerküche. Hier sind noch wenige Restplätze frei.

Von Sebastian Fink

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