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Döbeln Fünf Zwillingspaare besuchen die Grünlichtenberger Kindertagesstätte
Region Döbeln Fünf Zwillingspaare besuchen die Grünlichtenberger Kindertagesstätte
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21:54 07.03.2018
Grünlichtenberg Zwillingspaare Kita Grünlichtenberg Quelle: Sven Bartsch
Grünlichtenberg

Derzeit besuchen 36 Kinder die Grünlichtenberger Kindertagesstätte – so weit, so gewöhnlich. Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch auf: Da stimmt etwas nicht. Manche Kinder sehen sich nämlich ganz schön ähnlich. Kein Wunder, denn es sind Zwillinge – fünf Paare an der Zahl aus Ehrenberg, Reichenbach und Grünlichtenberg selbst. Zufall – anders kann es sich Katrin Hebenstreit nicht erklären. „Es ist schon außergewöhnlich und eine schöne Sache“, sagt die Erzieherin, während Arne und Miro ihr Obstfrühstück genießen. Seit Beginn des Schuljahres besuchen die beiden die Grünlichtenberger Kita. Im März werden sie zwei Jahre alt. „Arne ist der lebhafte Entdeckertyp, während Miro eher zurückhaltend ist“, beobachtet Hebenstreit. „Aber so ergänzen sich die beiden. Bei Zwillingen ist das oft so: Einer geht voran und der andere beobachtet eher.“

Arne und Miro, Leni und Lore sowie Emma und Nele – drei der fünf Zwillingspaare, die derzeit in der Grünlichtenberger Kita betreut werden. Quelle: Sven Bartsch

Das zeigt sich auch bei Leni und Lore, die beide im Sommer sieben Jahre alt werden. „Leni spielt eher auf dem Bauteppich, während Lore in Ruhe am Tisch sitzt und malt“, weiß die Erzieherin. Nur unter sich bleiben die Paare nie. „Die Zwillinge spielen natürlich auch mit anderen Kindern, aber sie haben sich immer im Blick, passen aufeinander auf und wissen immer, was der andere macht“, so Hebenstreit.

Vorsicht, Verwechslungsgefahr!

Aufpassen müssen auch die Erzieherinnen, denn Verwechslungsgefahr gehört mit zum Alltag in Grünlichtenberg. „Emma und Neele aus unserer gemischten Gruppe sind drei Jahre alt und nur schwer auseinanderzuhalten. Aber dann sucht man sich eben seine Erkennungsmerkmale“, berichtet Hebenstreit. So helfen etwa unterschiedlich farbige Hausschuhe beim Blick in zwei gleiche Gesichter weiter. „Und wenn es ganz schwer wird, muss man morgens einfach mal die Eltern fragen.“ Und so gerissen, dass sich ein Kind als das andere ausgibt, seien die Zwillinge allesamt noch nicht, wie Hebenstreit scherzt.

Zahl der Zwillingsgeburten steigt

Statistisch gesehen sind sogenannte Mehrlingsgeburten auf dem Vormarsch. Nach den aktuellsten Daten des Statistischen Landesamtes war in Sachsen jedes 29. geborene Kind ein Mehrlingskind. „Mit 617 Zwillingsgeburten und zehn Drillingsgeburten war damit 2015 ein Anstieg der Mehrlingsgeburten um 7,5 Prozent zu verzeichnen“, teilt das Amt mit. „Das war die höchste Anzahl Mehrlingsgeburten innerhalb der letzten 35 Jahre.“ Der Landkreis Mittelsachsen rangiert in dieser Auswertung sachsenweit sogar auf dem 2. Platz. Demnach kamen auf 1.000 Geburten rund 21 Mehrlingsgeburten und ganz konkret 48 Zwillingspaare bei etwas mehr als 2.400 Geburten auf die Welt.

Von André Pitz

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