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Döbeln Für WM Schlafrhythmus anpassen
Region Döbeln Für WM Schlafrhythmus anpassen
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22:53 15.05.2014
Gejubelt wird zur Weltmeisterschaft 2014 überwiegend nachts. Quelle: dpa

Wäre da nicht die fünfstündige Zeitverschiebung zwischen Deutschland und beispielsweise Rio de Janeiro im Gastgeberland. Wenn wir Abendbrot essen, dann trinken die Brasilianer gerade Kaffee.

Die Begegnungen der jeweiligen Spieltage werden zwischen 18 Uhr abends und 3 Uhr in der Früh im deutschen Fernsehen übertragen. Das dürfte für viele Leute ein Problem darstellen: ein Fußballabend bis nach Mitternacht und trotzdem früh zum Job. Deshalb appellieren die Gewerkschaften an die Arbeitgeber, die Arbeitszeiten eventuell anzupassen. Doch dies wird wahrscheinlich in der Region Döbeln nicht verwirklicht. Für die Betriebe und Behörden in der Umgebung scheint das Verschieben des Arbeitsbeginns nicht zur Debatte zu stehen. So ermöglichen zum Beispiel weder der Fliesenhersteller Kerateam in Leisnig noch die Stadtverwaltung in Döbeln ihren Mitarbeitern, später zur Arbeit zu kommen. "Die Maschinen müssen laufen, ob Fußball ist oder nicht", sagt eine Mitarbeiterin der Personalabteilung von Kerateam. Auch für die Industrie- und Handelskammer Mittelsachsen spielt das Thema eher keine Rolle, wie Nicole Würzner erklärt.

Wahre Döbelner Fans lassen sich von den späten Anstoßzeiten nicht abschrecken. Bereits jetzt werden die langersehnten Fußballnächte vorbereitet. Matthias Marx (44) aus Döbeln freut sich schon, gemeinsam mit seinen Freunden bei Bier und Grillwürsten mit der deutschen Mannschaft mitzufiebern. Auch Hannelore Reichelt aus Zschaitz, begeisterter Fußballfan, versucht ihren Schlafrhythmus umzustellen. So will die Seniorin gemeinsam mit ihrem Mann kein Spiel verpassen. Bei André Streubel (17) aus Döbeln steigt die Vorfreude von Tag zu Tag. Er will versuchen, die Spiele mit Freunden gemeinsam in Gaststätten zu verfolgen. Doch nicht nur in Kneipen wird Fußball geschaut. Der Großteil der Döbelner wird die deutsche Nationalmannschaft vor dem heimischen Fernseher anfeuern. Sohn Martin (16) und Vater Holger Benedix (44) aus Hermsdorf wollen mit Chips und Bier Spiel für Spiel anschauen.

Fazit: Trotz der späten Spielzeiten können viele Döbelner es kaum noch erwarten bis der WM-Ball wieder rollt.

Antonia Marx und Jonas Dewitz

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