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Fußballteam mit Asylbewerbern kommt ins Finale

Fußballteam mit Asylbewerbern kommt ins Finale

Doch für das geplante Streetball-Turnier fanden sich keine Mannschaften ein, so dass dieser Wettstreit abgesagt werden musste. "Beim Volleyballturnier haben leider auch nur zwei Mannschaften zugesagt.

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Beim Volleyballturnier nahmen zwei Mannschaften teil. Hier siegten letztlich die Schüler vom Lessinggymnasium gegen das Roßweiner Jugendhaus. Fotos (3): Sven Bartsch

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Diese haben dann ihren eigenen Sieger im Modus "Best of Seven" ausgespielt", sagte Organisator Stephan Conrad, der zugleich im Café Courage als Jugendarbeiter tätig ist. Bei diesem Modus musste eine Mannschaft insgesamt vier Spiele gewinnen, um letztlich als Gesamtsieger festzustehen. Dies gelang letztlich den Schülern des Lessing-Gymnasiums vor dem Roßweiner Jugendhaus.

 

Die Gymnasiasten arbeiten überdies mit dem Treibhausverein im Rahmen eines Ganztagsangebotes unter dem Namen "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" zusammen. "Das ist eine Gruppe, in der wir mit verschiedenen Workshops zusammenarbeiten", informiert Stephan Conrad. Thematisiert wurde unter anderem schon Rassismus in verschiedenen Lebensbereichen sowie Rechtsrock. Vertreter von Roter Stern Leipzig waren bereits auch in Döbeln und besuchten die Neunt- bis Elftklässler. Unter dem Namen "Döbeln International" nahm beim Fußballturnier unter den acht Mannschaften auch ein Team mit Asylbewerbern teil. Im Halbfinale siegten sie souverän und konnten so das Endspiel erreichen. Torwart Akram Rashid hatte nicht viel Mühe, um im Halbfinale seinen Kasten sauberzuhalten.

 

Die Jungs vor ihm hatten alles unter Kontrolle. "Wir trainieren regelmäßig in der Sporthalle Burgstraße. Das ist eine nette Abwechslung zum doch eher tristen Alltag", sagte der Torwart, der 2002 aus dem Irak aufgrund des Krieges nach Deutschland geflohen ist. "Im Irak habe ich auch im Tor gespielt - das war vergleichbar mit der Kreisliga hier." Nach seiner Ankunft in Deutschland war er zuerst in Roßwein untergebracht, seit 2005 in Döbeln. Nach 13 Jahren wartet Rashid immer noch auf einen entscheidenden Bescheid der deutschen Behörden. "Ich bin im Moment geduldet hier, darf also immer noch keiner Arbeit nachgehen." Seine Familie lebt nach wie vor im Irak. Das eigene Haus mussten seine zwei Schwestern samt Familie aufgrund des Isis-Terrorregimes aufgeben. "Sie sind nach Erbil in den Norden geflohen und wohnen nun bei Kurden zur Miete, was aber teuer ist", bedauert der ehemalige Englischlehrer, der so auch für die Kommunikation im Team sorgt. "Im Fußballteam sind heute Spieler, die unter anderem aus Mazedonien, dem Kosovo, aus Tunesien und aus Eritrea kommen. Da ich ja schon ganz gut Deutsch spreche, kann ich auch bei Behördengängen und anderen Dingen helfen", sagt der 52-Jährige lächelnd.

 

Beim Turnier am Sonnabend hat ihn besonders gefreut, dass er endlich mit anderen Menschen in geselliger Atmosphäre in Kontakt kommen konnte. Seine anderen Teammitglieder aus drei Kontinenten habe das ebenfalls dazu inspiriert, auch im nächsten Jahr wieder mitzuspielen. Für den Turniersieg hat es letztlich für das Asylbewerber-Team nicht ganz gereicht. Im Finale unterlagen sie SG Inkontinenzia.

 

Wann das Turnier im kommenden Jahr stattfindet, ist allerdings noch nicht klar. Der Treibhausverein muss sich nach dem Spielplan der Kicker vom ESV Lok Döbeln richten.

Seidler, Robin

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