Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln G-Junioren des Döbelner SC bestreiten ihr Jahresabschlussturnier
Region Döbeln G-Junioren des Döbelner SC bestreiten ihr Jahresabschlussturnier
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:13 16.12.2011

[gallery:600-19362544P-1]

Doch bis es so weit ist, wird Fußball gespielt. Oder zumindest der Ball gejagt. Manch einer läuft auch einfach nur mit - das ist okay, mit vier, fünf oder sechs Jahren sind rutschende Hosen, offene Schnürsenkel oder eben einfach Träumereien manchmal wichtiger als der Ball. "Papa, was kann ich jetzt machen?" Der vierjährige Ben steht ein paar Meter vor dem Tor seiner Mannschaft und wartet. "Na den Ball reinschießen, wenn er kommt." Papa Ralf Schmidt hilft Kurt Bunzel heute dabei, die zappelige Meute in Schach zu halten. Normalerweise sind die 20 Knirpse verteilt auf zwei Übungsgruppen, die der Senior montags und dienstags, jeweils ab 16 Uhr, in der Sporthalle Döbeln-Ost leitet. In drei Wochen wird er 76 Jahre alt, ans Aufhören denkt er trotzdem noch nicht. Auch im nächsten Jahr wird er die G-Junioren trainieren, in seiner entspannt-poltrigen Art, immer mit einem flotten Spruch für seine Schützlinge auf den Lippen. "Lässig müsst ihr an den Ball gehen, lässig!" Okay, heute zum Turnier ist nix mit lässig, oder? Da gelten andere Prinzipien. "Und Feuer! Nach vorne, nach vorne!" Kurt Bunzel lacht. Denn egal was er oder die anderen Betreuer vom Spielfeldrand aus rufen - eher selten hören die schwitzenden Steppkes wirklich, was da gesagt wird. Engagiert sind sie allemal. Während die jüngeren meist geschlossen dem Streitobjekt nachjagen, verteilen sich die größeren schon ein wenig auf dem Spielfeld. Fußgetrappel zeugt von viel Bewegung auf dem Parkett, von einer Seite des Feldes geht es auf die andere, immer und immer wieder. Nicht alle wollen wirklich an den Ball treten, rennen einfach nur mit, je nachdem, in welche Richtung es gerade geht.

"So Jungs, jetzt gibt es mal Eckball. Wisst ihr was das ist?" Natürlich nicht. Aber, "das müsst ihr sowieso noch lernen." Gesagt, getan. Drei Männer dirigieren den blau-gelben Haufen vor dem Tor, in dem der sechsjährige Fritz darauf lauert, das Leder wegzufangen. Das macht der kleine Mann gut, nur zweimal muss er sich während des gesamten Turniers - immerhin vier Spiele zu je 15 Minuten - geschlagen geben. Auch wenn es heute völlig egal ist, welches Team gewinnt, Tore schießen ist cool und schließlich Sinn und Zweck des Fußballspiels.

"Ja, jetzt wird's wenigstens ein bissel rassig hier..." Zufrieden beobachtet Kurt Bunzel die älteren seiner Schützlinge, treibt sie an, hofft genauso wie die kleinen Spieler selbst auf das erste Tor. Das lässt auf sich warten, und fällt dann doch - Moritz im Tor der Gelb-Hemden war ein wenig in Gedanken versunken... Egal. Nach dem Spiel gibt's eine Überraschung. Die Mitarbeiter des Sponsors erscheinen als Abgesandte des Weihnachtsmannes und haben für jeden Fußball-Knirps einen Kalender der deutschen Nationalelf im Gepäck, liebevoll garniert mit Süßigkeiten. Die Freude ist groß, das anschließende letzte Spiel der G-Junioren in diesem Jahr noch einmal schweißtreibend. Alles in allem - ein absolut "lässiger" Nachmittag... Manuela Engelmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Roßwein. Erst seit diesem Jahr bietet das Mitteldeutsche Fachzentrum für Metall (MFM) eine Berufsorientierung für Schüler aus der Region an. Nach den ersten Erfahrungen mit den Roßweiner Mittelschülern im Frühjahr lieferten die MFM-Seminarleiter nun eine schriftliche Handreichung ab, die das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) als maßgeblich im Internet anbietet.

16.12.2011

Ein nicht alltägliches Präventionsprojekt zum Thema Aids haben junge Frauen gestern am Berufsschulzentrum Döbeln verwirklicht. Wenn Schüler ihre Mitschüler in lockerer, aber doch ernsthafter Art über Aids und den Schutz vor dieser Krankheit aufklären, dann bleibt bestimmt was hängen.

16.12.2011

"Wenn ich ins Pranzen komme, finde ich kein Ende", bekennt Karl-Heinz Pohl. Er redet in seinem Jargon wie ein Wasserfall, trifft den Punkt nur, um dann ins Hundertste und Tausendste abzuschweifen.

16.12.2011
Anzeige