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Gakendelle: Vor erstem Spatenstich soll gütliche Einigung mit Landwirt stehen

Straßenbau Gakendelle: Vor erstem Spatenstich soll gütliche Einigung mit Landwirt stehen

Im Juli, spätestens August dieses Jahres soll der erste Spatenstich für den Neubau der B175 zwischen Döbeln und dem Autobahnanschluss Döbeln-Ost (Gakendelle) sein. Mit geplanten 9,5 Millionen Euro beginnt damit eine der kostenintensivsten Bundesstraßen-Baumaßnahme der nächsten Jahre in Sachsen überhaupt.

Die Gakendelle: oben rechts haben Arbeiten für Leitungsverlegungen begonnen.

Quelle: Fotograf Sven Bartsch

Region Döbeln. Im Juli, spätestens August dieses Jahres soll der erste Spatenstich für den Neubau der B175 zwischen Döbeln und dem Autobahnanschluss Döbeln-Ost (Gakendelle) sein. Mit geplanten 9,5 Millionen Euro beginnt damit eine der kostenintensivsten Bundesstraßen-Baumaßnahmen der nächsten Jahre in Sachsen überhaupt. Die Region Döbeln steht auch sonst im Freistaat weiten Vergleich nicht schlecht da. Einige größere Baumaßnahmen sollen im Laufe dieses Jahres abgeschlossen werden, andere wichtige Vorhaben beginnen.

„Viele Jahre lang haben wir für die B175 östlich von Döbeln um Baurecht gekämpft, bis hin zum Grunderwerb. Jetzt soll es endlich los gehen“, sagte Michael Stritzke, Leiter der Niederlassung Zschopau des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Die Archäologen und Kampfmittelsucher haben auf der geplanten neuen Trasse links der jetzigen Bundesstraße in Richtung Autobahnanschluss bereits viel gebuddelt. Auch zurzeit sind Baumaschinen für vorbereitende Arbeiten im Einsatz, zum Beispiel um Leitungen zu verlegen. Mit dem offiziellen Spatenstich im Sommer soll der Bau dann richtig starten. Erste Arbeiten wären dann die Gründung der Widerlager für eine neue Brücke, die einmal die Geländesenke überspannt und auch mit der Errichtung eines Regenrückhaltebeckens wird begonnen. Da diese Arbeiten auf der neuen Trasse (jetzt noch Feld) erfolgen, kann dieses Jahr der Verkehr Richtung Autobahn und umgekehrt noch weitgehend ungestört auf der alten Bundesstraße rollen.

Es gilt laut Michael Stritzke aber noch ein Problem zu lösen. Zwar sei mit der Planfeststellung für den Bundesstraßenausbau Baurecht hergestellt und auch die Grundlage dafür geschaffen, Grunderwerb zu tätigen. Trotzdem bedürfe es noch bestimmter Formalitäten, um die benötigten Flächen dann auch wirklich betreten beziehungsweise bebauen zu dürfen. In dem Zusammenhang, gebe es einen Landwirt, der „wirtschaftliche Erschwernisse geltend macht, weil er wegen der Baustelle Umwege fahren muss“, erklärt Volkmar Köhler, Abteilungsleiter Straßenbau beim Lasuv Zschopau. „Wir haben einen Lösungsvorschlag angeboten, den auch die Stadt Döbeln mit trägt. Für nächste Woche ist ein Gütetermin vor Gericht anberaumt“, sagt Köhler. Der Lasuv-Abteilungsleiter geht nicht davon aus, dass sich wegen dieses Streits der Baubeginn noch einmal verzögert. Die Ausschreibung der Bauleistungen soll jedenfalls in diesem Monat erfolgen.

Bereits im Mai dieses Jahres sollen die Arbeiten für den Ausbau der B 169 zwischen Greifendorf und Grünem Haus beginnen, die dann bis Herbst 2018 dauern. Ebenfalls im Mai startet die Erneuerung der Zschopaubrücke bei Töpeln (B175). Zwischen Waldheim und Gebersbach erfolgt ab Oktober der Lückenschluss des Rad- und Gehweges entlang der Staatsstraße 32 und von Sommer bis Herbst ist geplant, die Fahrbahn der S 32 zwischen Meila und dem Abzweig Glaucha zu erneuern.

Abgeschlossen sein sollen im Juni dieses Jahres gleich drei Straßenbaumaßnahmen: die B 175 in Döbeln (Grimmaische Straße, Lindenallee und Bahnhofstraße); der erste Bauabschnitt der Staatsstraße 32 in Döbeln (Geyersbergstraße/bis zirka 100 Meter nach Krematorium) und der letzte Bauabschnitt des Staatsstraßen-Ringverkehrs in Roßwein (Döbelner Straße/Markt).

Geplantes Bauende für die Staatsstraße 32 in Waldheim inklusive Stützwand entlang der Zschopau (Kriebsteiner Straße) war November dieses Jahres. Dazu Michael Stritzke: „Durch die vereinbarte Vollsperrung der Straße kommt die Baufirma dort jetzt schneller voran und wird deutlich eher als November fertig sein.“

Von Olaf Büchel

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