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Döbeln Gartenfreunde tauschen Samen und Erfahrung in Auterwitz
Region Döbeln Gartenfreunde tauschen Samen und Erfahrung in Auterwitz
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10:01 22.02.2016
Claudia Eberlein freut sich über die Vielfalt auf der Saatguttauschbörse.  Quelle: André Pitz
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Auterwitz

 Nach frischen Backwaren suchte man am Sonnabendnachmittag im Backhaus des Ökodorfs Auterwitz vergebens. Stattdessen wurden weiße Papiertüten, alte Gläser, Klopapier und Kaffeefilter aufgetischt. Und wie so oft kommt es auch hier auf den Inhalt an: Saatgut. Kartoffeln, Tomaten, Porree, Zypressen, Bohnen, Erbsen, Bohnen, Gurken – die Liste ist so lang wie vielfältig. Und genau darum geht es. „Zu uns kommen die verschiedensten Menschen, die alle ein Interesse daran haben, Saatgut zu erhalten“, erklärt Claudia Eberlein, die die sogenannte Saatguttauschbörse in diesem Jahr veranstaltet. „Es geht auch darum, die Vielfalt zu erhalten. Die alten Samen sind im Gegensatz zu denen, die man im Laden kaufen kann, oft viel robuster und an die Eigenheiten der Umgebung angepasst.“ Dazu bringen die tauschfreudigen Saatgutliebhaber Samen aus dem eigenen Garten mit und dann wird getauscht, was die Kaffeefilter hergeben.

So auch Dieter Steinert, der mit seiner Frau und einem ganzen Arsenal verschiedenster Kartoffelsorten, die in fein säuberlich beschriftete Papiertüten abgepackt wurden und ein gutes Stück des großen Holztisches einnehmen, nach Auterwitz gekommen ist. Zuhause bauen sie die Steinerts selbst an. „Voriges Jahr sind wir auf 22 verschiedene Sorten gekommen“, erklärt Dieter Steinert stolz. In Auterwitz ist er mit Violetta, roter Emmalie und Miss Blush vertreten. „Damit kann man besonders gut den Kartoffelsalat bunt gestaltet“, erklärt der Kartoffelfreund die von blau über violett bis hin zu rot gefärbten Knollen. Beim Anbau verzichtet er auf jegliche Varianten chemischer Düngemittel, sondern setzt auf Mist. „Die kann man mit ruhigem Gewissen essen. Im Prinzip ist das Bio“, weiß Steinert. Beim Saatguttauschen sei er mit seiner Frau immer dabei, um Samen und auch Erfahrungen auszutauschen. Auch deswegen hat sich Claudia Eberlein der schon seit einiger Zeit in Auterwitz bestehenden Tradition in diesem Jahr angenommen: „Der Austausch an Erfahrungen ist schön, aber man knüpft auch auf menschlicher Ebene Kontakte und lernt sich näher kennen.“ Und so wird im Backhaus nicht nur getauscht, sondern auch geplauscht.

Von André Pitz

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