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Döbeln Gartensparte "Weltfrieden" in Leisnig gefährdet
Region Döbeln Gartensparte "Weltfrieden" in Leisnig gefährdet
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23:45 15.11.2012
Die Situation der Gartengruppe "Weltfrieden" ist alles andere als rosig. Doch aufgeben funktioniert auch nicht. Quelle: Stephanie Jankowski

Die Zukunft der Gartengruppe sieht nicht rosig aus, wie sie uns erzählt.

"Eins gleich vorweg: Es gibt schönere Gartengruppen als unsere." Es gibt auch bessere Möglichkeiten, seine Sparte zu repräsentieren, aber Corina Möbius hält nichts von Schönmalerei oder realitätsfernen Aussichten. Seit mehr als zwei Jahren ist die Leisnigerin die Vorsitzende der Gartengruppe "Weltfrieden". Die Sparte hat 52 Gärten, die auf zwei verschiedenen Flurstücken in Leisnig verteilt sind - der größte Teil an der Johannes-R.-Becher-Straße, ein kleiner Rest in der Jahnstraße, oberhalb der Gartengruppe "Am Sonnenblick".

"Unsere Aufteilung ist unvorteilhaft", betrachtet Möbius die Sache nüchtern. Nur etwa 23 Gärten sind belegt, damit ist mehr als die Hälfte frei.

"Die Arbeit und die Pacht müssen wir unter den restlichen Gartenfreunden aufteilen - das macht keiner gern", erzählt sie weiter. Als sie Vorsitzende wurde, war die Lage der Sparte schon kritisch. Corina Möbius willigte trotzdem ein. "Einer muss es ja machen und mich stört es nicht weiter." Viel Zeit hat sie dennoch nicht für die Arbeit in der Gartensparte. "Ich bin voll berufstätig, pendele bis nach Döbeln zur Arbeit. In meiner Freizeit kümmere ich mich um den Bürokram, der bei einer Gartengruppe anfällt." Das größte Problem, warum sich keine Mitglieder finden, bringt Möbius auf den Punkt: "Wir haben hier keinen Strom. Das wollten unsere Vorgänger nicht." Somit schwinden die Mitglieder, Nachwuchs ist nirgends zu finden. Ein Problem, mit dem auch andere Gartensparten kämpfen.

"Wir haben zwei jüngere Familien hier, der Rest ist weit über 50", sagt die Vorsitzende und wagt eine Prognose: "Die Gartengruppe überlebt vielleicht noch sechs, sieben, höchstens acht Jahre, dann ist es vorbei." Das klingt, als hätte Corina Möbius ihre Sparte schon längst aufgegeben. Sie sieht das so: "Unsere Gartengruppe ist im Sterben begriffen. Man ist zwar bestrebt, alles zusammen zu halten. Das rettet uns aber nichts."

Der Zusammenhalt in der Gartengruppe sei von Anfang eher schwach gewesen. Keine Gartenfeste, keine gemeinsamen Grillabende. Jeder ist in seiner Parzelle. Woher solle dann der Zusammenhalt auch kommen? "Trotzdem möchte ich vor allem die älteren Gärtner sehr loben, die uns immer unterstützen. Ohne die würde es hier überhaupt nicht gehen." Damit spielt Möbius auf die Arbeitseinsätze an und weitere Aufgaben, die erledigt werden müssen. "Es ist immer einfacher, zu meckern, als etwas mit zu machen", gibt die Vorsitzende den einzigen Kommentar dazu ab.

Nichtsdestotrotz kann die Gartengruppe nicht von heute auf morgen geschlossen werden. Das ist eine Geldfrage: Die Kosten für die gesetzlich vorgeschriebene Beräumung würden die verbliebenen Gartenfreunde finanziell extrem belasten. Also bleibt Corina Möbius nichts anderes übrig, als weiter zu verharren. Realistisch, aber verzweifelt. Stephanie Jankowski

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