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Döbeln Gasthof Jahna wird gefährlich
Region Döbeln Gasthof Jahna wird gefährlich
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00:36 23.03.2018
Reichlich Ziegel hat der ehemalige Gasthof in Jahna bereits verloren. Das Dach muss gesichert werden, um Passanten und Autofahrer zu schützen. Quelle: Sven Bartsch
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Jahna/Ostrau

Das jüngste Sturmtief Friederike hat vor zwei Monaten dem ehemaligen Gasthof in Jahna noch einmal tüchtig zugesetzt. „Einige Dachziegel sind abgefallen – und das Haus liegt direkt an der Salbitzer Straße“, macht Ostraus Bürgermeister die akute Gefahr für vorbeifahrende Autos und Fußgänger deutlich. „Grundsätzlich wird das Gebäude nicht besser“, fügt er hinzu. Schon lange sei hier baulich nichts mehr gemacht worden.

Darum hat die Gemeindeverwaltung auch die Eigentümerin, die im mecklenburg-vorpommerischen Güstrow lebt, angeschrieben und um dringende Kontaktaufnahme gebeten. Darüber hat Schilling im Gemeinderat vergangene Woche informiert.

Er setzt nun darauf, dass die Eigentümerin ihrer Sicherungspflicht nachkommt. Das bedeutet mindestens einen Fallschutz durch Planen oder Netze über dem Dach, um zu verhindern, dass weitere Ziegel herabstürzen. Mauerwerk und Giebel seien dagegen noch in Ordnung. Anders als bei Berndts Gut in Kiebitz, das letztlich abgerissen werden musste.

Damals habe sich der Besitzer nicht um das Gebäude gekümmert. Für diesen Fall gibt es eine klare Handlungsvorgabe für die Kommune. „Wir haben auch andere solche Fälle. Meldet sich der Eigentümer nicht, werden gesetzlich vorgegebene Fristen gesetzt und eine Ersatzvornahme angedroht“, sagt Schilling.

Das bedeutet nichts anderes, als das die Kommune die Sicherung des Gebäudes selbst vornehmen lässt, um Schaden von der Öffentlichkeit abzuwenden. Die Kosten dafür werden zu 100 Prozent auf den Eigentümer umgelegt. Nachteil für den Hausbesitzer: Auf Kosten und Umfang der Sicherung hat er keinen Einfluss. Und er hat dann offiziell eine Schuld bei der Verwaltung offen, die beigetrieben werden kann.

Dieses Prozedere ist in jedem Fall teurer und aufwändiger als seiner Sicherungspflicht nahzukommen. Darauf setzt die Gemeinde, die nun die Antwort der Besitzerin abwarten muss. Die Hoffnung, dass in den früheren Gasthof noch einmal Leben einzieht, ist nach Jahren des Leerstands und der Untätigkeit der Besitzer dagegen eher gering.

Von Sebastian Fink

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