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Döbeln Gaststätte am Kriebsteinsee öffnet zu Ostern
Region Döbeln Gaststätte am Kriebsteinsee öffnet zu Ostern
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13:42 15.04.2017
Daniela Panuschka und Dirk Hanicke sind die neuen Pächter der Gaststätte am Kriebsteinsee, die zu Ostern erstmals wieder öffnet. Quelle: Sven Bartsch
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Kriebstein

Ordentlich Lärm dringt aus der Gaststätte am Kriebsteinsee. In der Küche laufen gerade Renovierungsarbeiten. Denn zu Ostern wird hier im Kriebsteiner Ortsteil Höfchen endlich wieder gekocht. Die Ausflugsgaststätte am Ufer der Talsperre öffnet nach mehr als einem halben Jahr Stillstand wieder für Gäste. „Wir bereiten eine kleine Karte vor, einen Koch haben wir schon im Dezember eingestellt und wir werden den Saal noch ein wenig aufhübschen“, erzählt Daniela Panuschka schmunzelnd. Im Februar hatte die Inhaberin des Goldenen Löwen in Waldheim nach einigen Verzögerungen den Pachtvertrag für das „Hotel am Kriebsteinsee“ unterschrieben. Jetzt soll endlich wieder Leben einkehren in das Areal. „Bis Ostermontag öffnen wir von 11 bis 16 Uhr zum Mittagstisch. Es klingelt bei uns ständig das Telefon. Wir wollen dem Interesse gern Rechnung tragen“, sagt Panuschka.

Seit August 2016 war das 70 000 Quadratmeter große Gelände mit Gaststätte, Hotelkomplex, Pavillon am Wasser und großem Festsaal verlassen, nachdem die früheren Pächter ihren Vertrag gekündigt hatten. „Wir haben in den vergangenen Wochen mit vielen Mitarbeitern das Areal beräumt, so dass wir bereits am 1. April den Pavillon am Wasser wieder öffnen konnten“, sagt die neue Pächterin. Rund um den Biergarten wurden neue Sträucher gepflanzt.Von Freitag bis Sonntag bei gutem Wetter können Wanderer und Touristen, die per Schiff anlegen oder mit dem Auto kommen, hier wieder im Biergarten sitzen und Bratwurst oder Kuchen essen, während die Kinder sich auf dem Spielplatz austoben.

Ganz unten am Wasser und oben an der Einfahrt des Areals prangt bereits das neue Werbeschild: „Hotel & Resort am Kriebsteinsee“. Neues Design, neues Logo, neuer Name. Langfristig wollen Panuschka und ihr Partner Dirk Hanicke hier ein Vier-Sterne-Wellnesshotel für Gesundheitstouristen entwickeln – das Schild deutet dies schon an. „Natürlich ist unsere Idee noch Zukunftsmusik, aber weil wir die bisherigen Kommunikationskanäle des Hotels wie Internet- und Facebookseite nicht übernehmen können, brauchte es bereits jetzt den neuen Namen“, erklärt Dirk Hanicke.

Die Unterstützung von Kriebsteins Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler) ist den beiden sicher, ansonsten aber hat sich die Gemeinde mit dem neuen Pachtvertrag von allen finanziellen Belastungen gelöst. „Die neuen Pächter tragen alle Kosten“, sagt Maria Euchler. „Der Gemeinde waren zuletzt sehr hohe Kosten mit dem Hotel am Kriebsteinsee entstanden. Es ist aber nicht Aufgabe einer Gemeinde, ein Hotel zu unterhalten. Daher liegt die volle Verantwortung nun beim Pächter.“ Die Zahllast für Panuschka und Hanicke sei daher eher gering. „Ich habe ein gutes Gefühl, dass sie das Hotel in unserem Sinne weiterführen und ich traue ihnen zu, dass sie ihre Vision realisieren.“

Freilich mutet aktuell vor Ort noch nichts nach einem Resort an. Immerhin hielten Hotel und Gaststätte einen sehr langen Winterschlaf. Viele Gebäude stehen schon jahrelang leer, werden längst nicht mehr genutzt. An ihnen nagt der Zahn der Zeit. Einige werden gänzlich abgerissen – wie in Kürze das alte Pförtnerhäuschen - andere werden gerade wiederbelebt.

Zehn Jahre bis zur Eröffnung des Wellness-Resorts – das ist der Zeithorizont, mit dem Panuschka und Hanicke derzeit arbeiten.

Es bedarf Mut und viel Vorstellungskraft, sich anstelle der teils alten Baracken in einem Jahrzehnt ein modernes Wellnessresort vorzustellen. Doch Daniela Panuschka und Dirk Hanicke haben Mut. Und eine Vision. „Wir wollen den Tourismus wieder an diesen Ort bringen“, sagt Panuschka. „Wir stehen am Anfang eines langen Weges. Wir sind vielleicht fünf Schritte gegangen von 75, die nötig sind, bis wir das Areal tatsächlich kaufen und das Resort entwickeln“, sagt Hanicke.

Um neben dem Goldenen Löwen die Pläne für das Resort voranzutreiben und den Geschäftsbetrieb wieder aufzunehmen, hat das Pächterpaar das Personal in Waldheim aufgestockt und setzt es nach Bedarf auch in Höfchen ein.

Zu Geburtstagsfeiern beherbergen sie wieder Übernachtungsgäste. Erste Weihnachtsfeiern im großen Saal sind gebucht und auch eine Silvesterparty plant das Paar dieses Jahr. Auch wenn viele Details noch längst nicht ihren Ansprüchen genügen: Der Betrieb läuft an. Die Renovierung des Hotels wollen sie Stück für Stück umsetzen – der Frühstücksraum hat schon neue Fenster und soll demnächst eine Terrasse bekommen.

Von Skadi Hofmann

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